Lyme-Borreliose, kutan

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Bei der Lyme-Borreliose handelt es sich um die häufigste durch Zecken übertragene Infektionskrankheit in Europa.

Borrelien sind Bakterien, die während des Blutsaugens der Schildzecke (Ixodes ricinusin) in die Haut wandern können. Dort werden sie entweder sofort durch das angeborene (unspezifische, innate) Immunsystem abgetötet oder es kommt zu einer lokalen Infektion und bei einem kleinen Teil der Infizierten (etwa 5 % der Personen mit Zeckenstich) zur Erkrankung (Borreliose).

Am häufigsten entsteht eine Entzündung der Haut, typischerweise als Erythema migrans oder selten als Borrelien-Lymphozytom. Im weiteren Verlauf können die Borrelien disseminieren und verschiedene Organe befallen. Vor allem sind die Haut, die Gelenke, sowie das Nervensystem betroffen. Als chronische oder späte Form der Hautinfektion kann sich die Acrodermatitis chronica atrophicans entwickeln.

Am weitesten verbreitet ist in Europa Borrelia burgdorferi. Die Borreliose tritt vor allem in den gemäßigten Klimazonen der nördlichen Halbkugel auf, wobei der Durchseuchungsgrad der Zecken je nach Region sehr unterschiedlich ist. Das größte Infektionsrisiko besteht bei uns zwischen Mai und Juli.