Die Klimakrise – Hitze, Extremwetter und Tropenerkrankungen in Deutschland
Die Zahl der heißen Tage mit Temperaturen über 30 °C wird sich nach Klimaprojektionen des Deutschen Wetterdienstes bis Mitte des Jahrhunderts verdoppeln.
Derzeit sind es im Durchschnitt fünf bis sechs Tage im Jahr, bald könnten es fünf bis zwölf sein. Es wird mehr Tage mit Spitzenwerten um 40 °C geben, und auch die Zahl der Tropennächte, in denen die Temperatur nicht unter 20 °C sinkt, dürfte merklich ansteigen. Frostnächte werden seltener, die Winter insgesamt milder.
Die Klimakrise ist längst viel mehr als ein Umweltproblem – sie stellt auch die Medizin vor völlig neue Herausforderungen. Hitzeperioden und Extremwetterereignisse werden häufiger und gefährlicher, Tropenerkrankungen wie Denguefieber, Chikungunya oder Schistosomiasis könnten auch in Deutschland zur Realität werden, und invasive Arten wie die Hyalomma-Zecke bringen neue Risiken wie das Krim-Kongo-Fieber mit sich.
Was das alles aus medizinischer Sicht bedeutet, beschreiben Prof. Dr. med. Frank Lammert, Medizinische Hochschule Hannover, und Prof. Dr. med. Dr. phil. Sören Becker, Universität des Saarlandes in Homburg, in dieser Folge von O-Ton Innere Medizin. Im Gespräch mit den Hosts Susanne Gallus und Tobias Stolzenberg erläutern die beiden Experten, was auf Ärztinnen und Ärzte in Deutschland angesichts der Klimakrise zukommt. Sie erläutern, wie ein Hitzeschutzplan für Klinik oder Praxis aussehen sollte, was man bei einer drohenden Hitzewelle mit Blick auf die Medikation seiner Patientinnen und Patienten beachten sollte und wie real die Gefahr ist, sich in Deutschland mit einer Tropenerkrankungen zu infizieren.
Weiterführende Informationen:
Dr. Susanne Gallus
Tobias Stolzenberg
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