O-Ton Innere Medizin, Folge 65

Longevity: Empfehlungen auf der Grundlage wissenschaftlicher Evidenz

Podcast
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Stand: 
Kathrin Strobel
Chefredakteurin Medical Tribune
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Der Wunsch, das eigene Leben zu verlängern, ist wohl so alt wie die Menschheit. In letzter Zeit hat das Thema unter dem Namen „Longevity“ neue Popularität erlangt. Wo verläuft die Grenze zwischen Hype und Wissenschaft? Darum geht es in der aktuellen Folge von O-Ton Innere Medizin.

© Charite Berlin
Prof. Dr. Ursula Müller-Werdan

Dass sich Longevity in den vergangenen Jahren zu einem regelrechten Trendthema entwickelt hat, führt Prof. Dr. Ursula Müller-Werdan, Klinik für Geriatrie und Altersmedizin an der Charité – Universitätsmedizin Berlin auch auf das neue Wording zurück. Im Kern gehe es dabei um gesundes Altern bzw. die Verlängerung der Gesundheitsspanne, d. h. des Lebensabschnitts, den man gesund verbringt. Die Geriaterin beschäftigt sich intensiv damit, wie gesundes Altern gelingen kann und welche Kriterien dafür erfüllt sein müssen. Einen besonderen Fokus legt sie auf Prävention.

„Studien des Global Cardiovascular Risk Consortium konnten zeigen, dass weltweit fünf Risikofaktoren einen ganz erheblichen Einfluss haben auf die Gesundheitsspanne“, erklärt die Expertin im Podcast. Dabei handle es sich um die fünf klassischen kardiovaskulären Risikofaktoren: Tabakkonsum, Hypertonie, erhöhte Cholesterinwerte, Diabetes mellitus und Übergewicht. „Wer es schafft, im mittleren Lebensalter diese Faktoren zu vermeiden, bzw. ausreichend zu behandeln, der hat im Mittel über zehn Jahre gesunde Lebenszeit extra zu erwarten“, so Prof. Müller-Werdan.

Guter Schlaf, gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung sind aus ihrer Sicht die Basis. „Die zweite Maßnahme wäre, Verzicht zu leisten.“ Beim Tabakkonsum, bei Alkohol, bei schädlichen Substanzen allgemein. Darauf aufbauend könne es für jeden Einzelnen lohnen, auf der individuellen Ebene zu prüfen, was verbesserungswürdig ist. Das könnten kardiovaskuläre Risikofaktoren sein, die mentale Gesundheit, bei Frauen auch das Osteoporoserisiko. „Die Gesundheit ist eine Aufgabe für jeden Einzelnen“, betonte sie. Von allzu strikten Maßnahmen hält sie eher wenig: „Jeden Tag um 20 Uhr ins Bett gehen, abends nie etwas essen – all das ist im Integral betrachtet einem glücklichen, gesunden Leben nicht wirklich zuträglich.“

Wie stark belasten Stress und Einsamkeit den Körper, und welche Rolle spielen Infektionen in Bezug auf das Altern? Welche Ernährungsform hat die beste Evidenz, und lohnt sich eine Statintherapie auch nach dem 70. Geburtstag? Antworten darauf gibt es in dieser Folge von O-Ton Innere Medizin.

Links zu den im Podcast genannten Studien und Konzepten

 

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O-Ton Innere Medizin  ist der Podcast für Internist:innen. So vielfältig wie das Fach sind  auch die Inhalte. Die Episoden erscheinen alle 14 Tage donnerstags auf  den gängigen Podcast-Plattformen. Kontakt zur Redaktion: o-ton-innere-medizin@medtrix.group

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