Takotsubo belastet langfristig wie ein Infarkt

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Stress kann ganz schön ans Herz gehen.

Erkrankt jemand an einem Broken-Heart-Syndrom, entspricht sein Sterberisiko in etwa dem eines Herzinfarkt­patienten.

Bisher war unklar, ob und wie eine Stress-Kardiomyopathie Morbidität und Mortalität beeinflusst. Wissenschaftler haben die Outcomes von 174 Kanadiern mit Takotsubo der zehnfachen Anzahl Herzinfarkt-Patienten und ebenso vielen Kontrollpersonen aus der Normalbevölkerung gegen­übergestellt.

Bezüglich der Mortalität im Krankenhaus unterschieden sich Patienten mit Stress-Kardio­myopathie über die folgenden 15 Jahre kaum von denen mit Myokardinfarkt. Die Takotsubo-Patienten mussten allerdings seltener erneut in die Klinik (Hazard Ratio (HR) 0,79).

Anders der Vergleich mit der Kontrollgruppe: Die Mortalität im Krankenhaus erhöhte sich nach einem Takotsubo-Syndrom um 60 %. Die Betroffenen wiesen zudem mehr als doppelt so viele erneute Klinikaufenthalte aufgrund kardiovaskulärer Ursachen auf (HR 2,71) und mussten um 86 % häufiger wegen Stress- und Angststörungen stationär aufgenommen werden.

Quelle: Auger N et al. Am J Med 2019; online first; DOI: https://doi.org/10.1016/j.amjmed.2019.09.023

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