Akute Myeloische Leukämie

Im Rahmen unserer Website-Modernisierung arbeiten wir kontinuierlich daran, Ihnen noch bessere und aktuellere Informationen zu bieten. Diese Seite wird in Kürze überarbeitet und mit frischen Inhalten versehen.
Erschienen am: 

Bei der akuten myeloischen Leukämie (AML) vermehren sich hämatopoetische Vorläuferzellen der myeloischen Stammlinie schnell und unkontrolliert. Diese sind unzureichend differenziert und verdrängen gesunde, funktionale Blutzellen im Knochenmark. Das führt unter anderem zu Anämie, Gerinnungsstörungen und Immunschwäche. Unbehandelt endet die Erkrankung innerhalb weniger Monate tödlich. Seit des 1970ern hat sich die Prognose junger Erkrankter verbessert, aber ältere Patient:innen profitierten kaum.

Ursprünglich klassifizierte man die leukämischen Zellen anhand ihres morphologischen Erscheinungsbildes. Heute beruht die Einteilung, ebenso wie die Prognosestellung, zunehmend auf genetischen und zytogenetischen Veränderungen. Diese sind innerhalb der AML, im Gegensatz zur CML, sehr heterogen. Für Kinder und Jugendliche existieren teilweise abweichende Kriterien.

Die jährliche Inzidenz der AML beträgt insgesamt etwa 3,7/100.000, steigt aber mit dem Alter stark an. Bei Einwohner:innen über 70 Jahren liegt sie bei mehr als 1/1000, und der Altersmedian aller erwachsenen Betroffenen in einem schwedischen Register bei 72 Jahren. Dennoch erkranken in Deutschland pro Jahr auch 100-120 Kinder und Jugendliche.