Vorbereitung auf palliativmedizinische Notfälle

Palliativmedizin: Handlungsplan für Akutfälle

36. Deutscher Hautkrebskongress
|Erschienen am: 
|Lesezeit: 5 Min
Es gilt, gemeinsam mit den Betroffenen und ihren Angehörigen mögliche Notfallsituationen zu definieren. Behandelnde sollten aktiv zuhören, nonverbale Signale beachten und die Gespräche auf Augenhöhe führen.

Palliativmedizinische Notfälle unterscheiden sich grundlegend von klassischen Akutsituationen wie bei einem Herzinfarkt oder einem Unfall. Sie entwickeln sich meist vor dem Hintergrund einer fortschreitenden Erkrankung und lassen sich daher häufig vorhersehen. Das ermöglicht es, mit Betroffenen und Angehörigen frühzeitig einen individuellen Notfallplan zu erstellen.

„Sterben an sich ist für palliativmedizinische Patient:innen kein Notfall“, sagte Dr. Claudia Schmalz vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Kiel. Vielmehr gehe es darum, leidvolles Sterben zu verhindern. Akutsituationen wie bei Atemnot, Tumorblutungen und Krampfanfälle erfordern eine sofortige Handlung.

Atemnot verursacht den höchsten Belastungsgrad bei palliativen Patient:innen

Dyspnoe tritt bei Palliativpatient:innen sehr häufig auf. Im Vergleich zu anderen Symptomen verursacht sie den höchsten Grad an Belastung, erklärte die Referentin. Denn die Atemnot wird als akute Lebensgefahr empfunden und geht mit Angst und Panik einher.

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