Entzündungskaskade bei Asthma

Nanobody senkt Asthmaexazerbationen um mehr als die Häfte

ERS* Congress 2026
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Stand: 
|Lesezeit: 3 Min
Ziel der Asthmatherapie ist es, Exazerbationen zu vermeiden oder zumindest zu reduzieren.

Bestimmte kamelartige Tiere haben Antikörper, die nur aus einer schweren Immunglobulinkette bestehen. Diese Nanobodys sind klein, robust und lassen sich leicht miteinander verbinden. Ein erster Nanobody-Wirkstoff hat es bereits relativ weit in der klinischen Entwicklung gebracht.

Zwei wichtige Mediatoren der Entzündungskaskade beim Asthma bronchiale sind TSLP** und Interleukin-13 (IL-13). Bislang gibt es keinen Wirkstoff auf dem Markt, der beide Targets gleichzeitig angeht. Doch das könnte sich ändern. Mit Lunsekimig ist die klinische Entwicklung einer entsprechenden Sub­stanz bereits relativ weit fortgeschritten. Das bispezifische Nanobody-Konstrukt besteht aus fünf miteinander verbundenen Antikörperfragmenten, erläuterte Prof. Dr. ­Njira ­Lugogo, University of Michigan Medical School in Ann Arbor. Vorbild sind Antikörper aus dem Blut von kamelartigen Paarhufern. Deren Besonderheit ist, dass sie lediglich aus einer schweren Immunglobulinkette bestehen, was sie klein und robust macht.

AIRCULES: Phase-2b-Studie mit 685 an Asthma erkrankten Erwachsenen

Die Referentin stellte die Ergebnisse der Phase-2b-Studie ­AIRCULES vor, die randomisiert, doppelblind und placebokon­trolliert die Wirksamkeit und Sicherheit von Lunsekimig prüfte. Eingeschlossen wurden 685 Erwachsene zwischen 18 und 80 Jahren, die ein Asthma GINA-Stufe 4–5 aufwiesen, ICS in mittlerer bis hoher Dosis benötigten und im Jahr vor Studieneintritt mindestens eine Exazerbation erlebt hatten. Weitere Kriterien waren eine FEV1 von 40–80 % und eine Symptomatik gemäß Asthma Control Questionnaire (ACQ-5) von ≥ 1,5. Zusätzlich zu ihrer bisherigen Therapie erhielten sie entweder Lunsekimig s. c. in unterschiedlichen Dosierungen und Injektionsintervallen oder Placebo.

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