NSCLC: Einzelne Filiae entfernen lohnt sich bei begrenzter Metastasierung
NSCLC: Einzelne Filiae entfernen lohnt sich bei begrenzter Metastasierung
Hat das nicht-kleinzellige Bronchialkarzinom nur wenige Filiae gesetzt, die alle einer Ablation zugänglich sind, weisen die Patienten eine bessere Prognose auf als andere Betroffene im Stadium IV. Diese Option sollte deshalb bei oligometastatischer Erkrankung in der Planung einer multimodalen, individuellen Therapie berücksichtigt werden.
Zwei Drittel der Patienten, die an einem nicht-kleinzelligen Lungenkrebs (NSCLC) erkranken, weisen bereits bei der Erstdiagnose Metastasen auf. Insgesamt beträgt die 5-Jahres-Überlebensrate von Patienten mit metastasiertem NSCLC nur zwischen 4 % und 6 %.
Alle Tumorstrukturen in kurativer Intention abladieren
Ein Fünftel der NSCLC-Patienten entwickelt lokalisierte Lungenmetastasen. Im TNM-Staging-System werden kontralaterale Herde als M1a klassifiziert. Ipsilaterale separate Tumorknoten in demselben Lappen fallen in die Kategorie T3, in einem anderen Lappen in T4. Läsionen auf der gleichen Seite sind eher als Metastasen zu betrachten, wenn sie simultan mit dem Primärtumor erscheinen. Treten sie metachron auf, handelt es sich wahrscheinlicher um Zweittumoren. Sicher lässt sich das aber in der Histologie nicht voneinander unterscheiden, es sei denn, durch komplexe genomische Analysen. Allein diese Unsicherheit rechtfertigt eine Ablation aller Tumorstrukturen in kurativer Intention.
Stereotaktische Bestrahlung der Chirurgie unterlegen
Einige retrospektive Studien haben in den letzten Jahren gezeigt, dass Patienten mit wenigen, lokalisierten intra- oder extrathorakalen Metastasen nach aggressiver Resektion des Primärtumors und der Absiedlungen länger überleben. Zwar gibt es keine klare Definition für eine solche oligometastatische Erkrankung, gemeinhin werden dafür bis zu fünf in maximal drei Organen beschrieben, erklären Dr. Florian Eichhorn und Professor Dr. Hauke Winter von der Thoraxchirurgie an der Thoraxklinik des Universitätsklinikums Heidelberg.
So gehen Sie bei vermutlich oligometastatischen Patienten vor
Hat das nicht-kleinzellige Bronchialkarzinom nur wenige Filiae gesetzt, die alle einer Ablation zugänglich sind, weisen die Patienten eine bessere Prognose auf als andere Betroffene im Stadium IV. Diese Option sollte deshalb bei oligometastatischer Erkrankung in der Planung einer multimodalen, individuellen Therapie berücksichtigt werden.
Zwei Drittel der Patienten, die an einem nicht-kleinzelligen Lungenkrebs (NSCLC) erkranken, weisen bereits bei der Erstdiagnose Metastasen auf. Insgesamt beträgt die 5-Jahres-Überlebensrate von Patienten mit metastasiertem NSCLC nur zwischen 4 % und 6 %.
Alle Tumorstrukturen in kurativer Intention abladieren
Ein Fünftel der NSCLC-Patienten entwickelt lokalisierte Lungenmetastasen. Im TNM-Staging-System werden kontralaterale Herde als M1a klassifiziert. Ipsilaterale separate Tumorknoten in demselben Lappen fallen in die Kategorie T3, in einem anderen Lappen in T4. Läsionen auf der gleichen Seite sind eher als Metastasen zu betrachten, wenn sie simultan mit dem Primärtumor erscheinen. Treten sie metachron auf, handelt es sich wahrscheinlicher um Zweittumoren. Sicher lässt sich das aber in der Histologie nicht voneinander unterscheiden, es sei denn, durch komplexe genomische Analysen. Allein diese Unsicherheit rechtfertigt eine Ablation aller Tumorstrukturen in kurativer Intention.
Stereotaktische Bestrahlung der Chirurgie unterlegen
Einige retrospektive Studien haben in den letzten Jahren gezeigt, dass Patienten mit wenigen, lokalisierten intra- oder extrathorakalen Metastasen nach aggressiver Resektion des Primärtumors und der Absiedlungen länger überleben. Zwar gibt es keine klare Definition für eine solche oligometastatische Erkrankung, gemeinhin werden dafür bis zu fünf in maximal drei Organen beschrieben, erklären Dr. Florian Eichhorn und Professor Dr. Hauke Winter von der Thoraxchirurgie an der Thoraxklinik des Universitätsklinikums Heidelberg.