Kolumnen | Beiträge ab Seite 5

von Dr. Cornelia Werner

Ich mache mir die Welt, wie sie mir gefällt

Von jeher kenne ich Diskussionen mit Patienten über die Sinnhaftigkeit von präventiven Untersuchungen, von Medikamenten, Impfungen oder über deren potenzielle Nebenwirkungen. Immer schon gab es den „Tennistrainer von der Cousine der Postbotin“, der ganz sicher aufgrund des Medikamentes xy einen qualvollen Tod erlitt. Und ja, es gab auch schon immer tatsächlich aufgetretene Nebenwirkungen. Denn alles, was wirkt, kann auch Nebenwirkungen haben.
 
Medical Tribune
von Raimund Schmid

Ärztemangel: Substitution – das Gebot der Stunde

Früher war alles besser, sagt man immer. Zieht man als Gradmesser die Zahl der Ärzt:innen heran, scheint das zumindest rein zahlenmäßig nicht zu stimmen. 1996 hatten „nur“ rund 280.000 Ärzt:innen rund 81,5 Millionen Bundesbürger zu versorgen (294 Bürger pro Ärzt:in). 2022 standen bereits über 421.000 Mediziner:innen zur Verfügung. Bei einer Bevölkerungszahl von 84,3 Millionen muss heute eine Ärzt:in nur noch 200 Patient:innen versorgen.
 
Medical Tribune
von Dr. Nicolas Kahl

Wir wollen Tinder für die Weiterbildung

Vor Kurzem hat mich eine befreundete Kinderäztin angesprochen, die sich im Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte für eine Verbesserung der Weiterbildung einsetzt. Sie wollte von mir wissen, wie wir Hausärzt:innen den Ärzt:innen in Weiterbildung die verschiedenen Weiterbildungsstellen und Weiterbildenden online präsentieren, damit sich die jungen Kolleg:innen orientieren können, wo sie ihre Weiterbildung fortsetzen möchten.
 
von Prof. Dr. Nicola Buhlinger-Göpfarth

Wo bleibt die grundlegende Neuorientierung?

Bereits 2008 forderte die WHO die Staaten auf, die Orientierung ihrer Gesundheitssysteme stärker auf die gesundheitliche Primärversorgung auszurichten. Ohne eine grundlegende Neuorientierung sei es wahrscheinlich, dass die Gesundheitssysteme durch die zunehmenden Herausforderungen alternder Bevölkerungen, durch die starke Zunahme chronischer Erkrankungen, durch neu auftretende Erkrankungen und durch die Auswirkungen des Klimawandels überfordert würden.
 
von Sebastian Alsleben

Ist die Kritik an „Medfluencern“ berechtigt?

In meiner letzten Kolumne habe ich Sie, liebe Kolleginnen und Kollegen, dazu aufgefordert, sich auf Social Media zu engagieren. Seitdem sind mir ein sehr kritischer Beitrag eines öffentlich-rechtlichen Senders und mehrere negative Zeitungsartikel zu diesem Thema aufgefallen. Der Vorwurf: Ärztinnen und Ärzte, aber auch Medizinstudierende würden ihre (zukünftige) Berufsbezeichnung auf fragwürdige Weise ausnutzen, um sich im Netz einen Namen zu machen. Zeit für eine genauere Betrachtung des Begriffs „Medfluencer“!
 
von Sebastian Alsleben

Wir sollten uns ein Beispiel an der Wirtschaft nehmen

Nicht erst seit der Coronapandemie führen die Arbeitsbedingungen für medizinisches Fachpersonal zu Diskussionen. Wie kann es da sein, dass wir in Zeiten, in denen sich Wirtschaftsunternehmen eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit auf die Fahne schreiben und ganze Abteilungen namens „Human Relations“ für eine Verbesserung dieser sorgen, im Gesundheitssystem nur noch über Kürzungen, Stellenzusammenlegung und die Erstellung von Notfallplänen sprechen?