Grippeimpfung: Praxen klar vor Apotheken
Praxen erbrachten 2025 deutlich mehr Grippeimpfungen als Apotheken. Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung sieht vor allem Hausarztpraxen als Rückgrat der Impfvorsorge.
Wie viele Grippeimpfungen erfolgten in Praxen?
Die KBV hat eine Kampagne gegen Impfungen in Apotheken gestartet. Argumentative Rückendeckung liefert ihr das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi). Es hat errechnet, wie viele Grippeschutzimpfungen 2025 jeweils in Praxen und Apotheken erbracht wurden: Vertragsärztinnen und -ärzte dokumentierten demnach im ganzen vergangenen Jahr 10,7 Millionen, Apothekerinnen und Apotheker in der Herbst- und Wintersaison 2025/2026 lediglich rund 218.000. „Unsere Zahlen belegen, dass die vertragsärztlichen Praxen das Rückgrat der Impfvorsorge sind“, betonte der Zi-Vorsitzende Dr. Dominik von Stillfried. Besonders relevant seien die fast 56.000 Hausärztinnen und Hausärzte.
Oktober ist der stärkste Impfmonat
Die Auswertung zeigt auch, dass die Nachfrage nach Grippeimpfungen im Herbst massiv steigt. So wurden im September 2025 rund 740.000 Impfungen in Praxen abgerechnet, im Oktober bereits ca. 5 Millionen. Für Hausarztpraxen ist die saisonale Impfaktivität 2026 auch abrechnungsrelevant: Die neuen EBM-Regeln berücksichtigen Impfleistungen bei der Vorhaltepauschale und bei Zuschlägen. Für Patientinnen und Patienten mit beruflichem oder privatem Kontakt zu Schweinen, Geflügel, Wildvögeln und Robben ist die Influenzaimpfung zudem seit Kurzem offiziell indiziert.
Pressemitteilung des Zi vom 30.9.2026
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