DGIM-Sonderstatus entzogen

Keine Ehrenmitgliedschaft mehr für NS-Täter

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Die Eröffnung des 47. Kongresses der DGIM im Jahr 1935, am Rednerpult steht der damalige Reichsärzte­führer Gerhard Wagner. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten schaltete die DGIM sich in vorauseilendem Gehorsam gleich. Viele ihrer Kongresse griffen vom NS-Staat propagierte Themen auf.

Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin arbeitet ihre NS-Vergangenheit weiter auf und entzieht fünf Ärzten die Ehrenmitgliedschaft. Doch auch auf die Jahre nach 1945 blickt die Fachgesellschaft kritisch – denn in dieser Zeit verlieh man den NS-Tätern erst den ­Ehrenstatus.