Zi-Trendreport 2025

Zahl der Videosprechstunden nimmt deutlich zu

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Videosprechstunden erreichen 2025 wieder ein hohes Niveau – besonders stark wächst ihr Einsatz in Hausarztpraxen.

Die Videosprechstunde ist zurück auf hohem Niveau und wird zugleich breiter eingesetzt als in der Pandemie. Laut Zi-Trendreport entfällt 2025 mehr als die Hälfte der abgerechneten Fälle auf Hausarztpraxen.

Mit 3,2 Millionen abgerechneten Videosprechstunden nähert sich die telemedizinische Versorgung wieder dem Niveau vom Höhepunkt der COVID-19-Pandemie. Anders als damals konzentriert sich die Nutzung jedoch nicht mehr vor allem auf psychotherapeutische Leistungen. Der aktuelle Zi-Trendreport zur Entwicklung der vertragsärztlichen und psychotherapeutischen Leistungen zeigt vielmehr, dass Videoangebote zunehmend in der hausärztlichen Versorgung ankommen.

Im Jahr 2025 entfielen 51,4 % aller Videosprechstunden auf Hausärztinnen und Hausärzte. Der Anteil der Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten sank dagegen auf 33,3 %. Den größten absoluten Zuwachs verzeichneten ebenfalls die Hausarztpraxen. Sie steigerten die Zahl ihrer Videosprechstunden gegenüber dem Vorjahr um mehr als 292.000 Fälle, ein Plus von 21,2 %.

Damit verändert sich das Profil der Videosprechstunde deutlich. Während sie in der Pandemie häufig als Ersatz für persönliche Kontakte genutzt wurde, entwickelt sie sich nun stärker zu einem ergänzenden Versorgungsangebot im Praxisalltag.

Gesamtversorgung bleibt stabil

Insgesamt blieb die Inanspruchnahme der ambulanten vertragsärztlichen und psychotherapeutischen Versorgung 2025 nahezu unverändert. Rund 580 Millionen Behandlungsfälle wurden gezählt, 0,1 % weniger als im Vorjahr. Hinter dieser stabilen Gesamtzahl zeigen sich jedoch deutliche Verschiebungen.

Psychotherapie und Psychiatrie verzeichneten mit 14,6 Millionen Behandlungsfällen den stärksten Anstieg. Das entspricht einem Plus von 3,6 % beziehungsweise 507.000 Fällen. Besonders dynamisch entwickelte sich die Gruppentherapie, deren Zahl um 23,6 % auf 464.000 stieg. Einzeltherapien legten um 0,9 % auf 4,4 Millionen zu.

Auch die Impfleistungen in den Praxen nahmen deutlich zu. 2025 wurden 10,7 Millionen Influenza-Impfungen dokumentiert, 750.000 mehr als im Vorjahr. Hinzu kamen 3,5 Millionen COVID-19-Impfungen sowie 25,8 Millionen sonstige Schutzimpfungen.

Bereitschaftsdienst weiter rückläufig

Parallel zum Ausbau digitaler Angebote gingen die Besuche im organisierten ärztlichen Bereitschaftsdienst weiter zurück. Mit 851.000 abgerechneten Fahrdienstbesuchen lag die Zahl 2025 um 9,3 % unter dem Vorjahr. Besonders deutlich war der Rückgang im zweiten Halbjahr. Im dritten Quartal sank die Zahl um 16,4 %, im vierten Quartal um 17,1 % gegenüber dem jeweiligen Vorjahresquartal.

Zi-Vorstandsvorsitzender Dr. Dominik von Stillfried sieht darin einen wichtigen Hinweis für die Reform der Akut- und Notfallversorgung. Veränderungen der Inanspruchnahme, Verlagerungen in Bereitschaftspraxen und telemedizinische Leistungen müssten stärker berücksichtigt werden. Der deutliche Ausbau der Videosprechstunde zeige, dass digitale Versorgungsangebote auch im hausärztlichen Bereich zunehmend eine sinnvolle Alternative bieten oder Hausbesuche durch Praxisassistentinnen und Praxisassistenten ergänzen könnten.

Pressemitteilung – Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung

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