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Kakaoextrakt Gefäßschutz aus der Bohne

Autor: Dr. Dorothea Ranft

Während des dreieinhalbjährigen Studienzeitraums sank bei den Teilnehmern, die Flavanol erhalten hatten, das Risiko, an einem kardiovaskulären Ergebnis zu sterben um 27 %. Während des dreieinhalbjährigen Studienzeitraums sank bei den Teilnehmern, die Flavanol erhalten hatten, das Risiko, an einem kardiovaskulären Ergebnis zu sterben um 27 %. © iStock/undefined undefined
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Bestimmte sekundäre Pflanzenstoffe aus der Kakaobohne, die sogenannten Flavanole, scheinen tatsächlich kardioprotektiv zu wirken. In Kapselform gebracht könnten die Polyphenole künftig die Gesundheit von Herz und Gefäßen verbessern.

Um einen tödlichen Herzinfarkt zu verhindern, braucht es keine Schokolade, es reicht offenbar bereits ein flavonolhaltiger Extrakt aus der Kakaobohne. Regelmäßig eingenommen kann der Naturstoff die kardiovaskuläre Mortalität um ein Viertel senken und ist somit möglicherweise zur Prävention geeignet.

Mortalitätsrate um 27 % reduziert

Darauf deuten die Ergebnisse einer randomisierten Doppelblindstudie mit gut 21.000 älteren US-Amerikanern hin. Die Probanden, von denen bislang keiner einen Herzinfarkt oder Hirninsult erlitten hatte, bekamen entweder Flavanolkapseln (500 mg/d), ein Multivitaminpräparat, beides oder Placebo.

Während des dreieinhalbjährigen Studienzeitraums sank bei den Teilnehmern, die Flavanol erhalten hatten, nicht nur das Risiko, an einem kardiovaskulären Ergebnis zu sterben um 27 %. In einer Subanalyse der Per-Protocol-Kohorte ereigneten sich zudem 15 % weniger schwere Ereignisse, darunter Myokardinfarkt, Schlaganfall, instabile Angina pectoris. Das Vitaminpräparat hingegen zeigte keinerlei kardioprotektive Wirkung.

Quelle: Sesso HD et al. Am J Clin Nutr 2022; DOI: 10.1093/ajcn/nqac055

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