Beiträge zum Thema Medizin – Alle Beiträge

Wie reduziere ich frühzeitig Personal?
Wir arbeiten in einer Gemeinschaftspraxis, mein älterer Kollege wird aufhören. Ob ich wieder eine Gemeinschaftspraxis mit einem mir unbekannten Partner machen möchte, weiß ich nicht. Wahrscheinlich gibt es die Möglichkeit einer Praxisgemeinschaft. Wie ist es beim Ausscheiden des älteren Kollegen mit dem gemeinsamen Praxispersonal? Der Bedarf wird deutlich niedriger, falls ich meine Praxis allein weiterführe. Wie mein Kollege seine Nachfolge regeln wird, steht noch nicht fest. Falls er ausscheidet und der Helferinnen-Bedarf noch unklar ist, müssen wir dann nicht mehr benötigtes Personal gemeinsam kündigen?

Was hilft außer Colchicin?
Bei meinem Patienten wurde vor Jahren ein familiäres Mittelmeerfieber diagnostiziert. Seither betreibt er zwar ständig Prophylaxe mit Colchicin, klagt aber gelegentlich noch über abdominelle Beschwerden. Was kann man therapeutisch zusätzlich noch tun?

Aids durch Mücken oder von der Brille?
Arzt für Allgemeinmedizin,
Rosenheim:
Ist nach den neuesten Untersuchungs- bzw. Forschungsergebnissen eventuell doch eine Übertragung des HIV-Virus - im afrikanischen Raum z.B. durch Anopheles-Mücken - möglich? Kommen Geschirr, Gläser, Toilettenstühle etc. als Infektionsquelle in Frage? Wie lange ist das HI-Virus im Blutstropfen an der Luft infektiös?

K.o.-Katalog austricksen?
Internist:
Bezüglich der schwierigen Wahl zwischen Fach- oder Hausarzt-Internist habe ich folgende Fragen: Voraussetzung: Praxisgemeinschaft von zwei Internisten, bei der der eine Internist hausärztlich und der andere fachärztlich ohne Schwerpunkt niedergelassen ist. Beide Internisten haben die KV-Zulassung für alle K.o.-Leistungen. Kann der hausärztliche Internist seinen Facharzt-Kollegen im Urlaub oder auch an einem Tag in der Woche, an dem der Facharzt keine Sprechstunde hat, fachärztlich vertreten, solange die Gesamtvertretungszeit von drei Monaten im Jahr nicht überschritten wird? Wenn ja, könnte der Hausarzt z.B. seine Patienten an den Facharzt überweisen und dann bei seinen eigenen Patienten in Vertretung des Facharztes fachärztliche, sprich K.o.-Leistungen erbringen? Die Vergütung könnte ja dann im Innenverhältnis geregelt werden. Der Patient würde praktisch nicht merken, dass er an den Kollegen überwiesen wurde. Wenn nein, wäre es im Rahmen einer Gemeinschaftspraxis möglich? Können die zwei Internisten der Praxisgemeinschaft ihre haus- bzw. fachärztliche Zulassung tauschen, auch wenn für beide Sparten Niederlassungssperre in dieser Region besteht?

Diabetiker-Betreuung unter der Sense
Facharzt f. Allgemeinmedizin,
Leipzig:
Im Zusammenhang mit einem Honorar-Regress wegen zu häufiger Abrechnung der EBM-Nr. 17 vertritt der Beschwerdeausschuss Leipzig die Meinung , dass die 17 bei der Behandlung von Diabetikern „nur einmal, und zwar bei der Neuentdeckung der Erkrankung“ abzurechnen sei. Das ist doch völlig falsch. Der Patient muss über die Qualität seiner Kost belehrt werden, über die Regelmäßigkeit der Nahrungsaufnahme, über Medikamenteneinnahme und Essabstände, über körperliche Aktivitäten und über mögliche Komplikationen bei Über- und besonders Unterzuckerung etc. Diese wiederholte Belehrung ist besonders wichtig bei Patienten, die ein fortgeschrittenes Alter haben und deren geistiger Zustand doch zunehmende Defizite zeigt. Was sagen Ihre Experten?

Warum glühte das Gesicht
Facharzt für Allgemeinmedizin,
Waldachtal:
Das italienische Mahl blieb nicht ohne Folgen: Nach dem Genuss einer mit Tunfisch belegten Pizza bzw. eines Salats mit Tunfisch litten drei Personen unter einer Flush-Symptomatik. Was ist die Ursache derartiger Beschwerden?

Neue Kraft durch Carnitin?
Facharzt f. Allgemeinmedizin
Gelnhausen-Roth:
Mein 67-jähriger Patient leidet unter einem Post-Polio-Syndrom mit Teilparesen von rechtem Arm und Bein. Nach langjähriger Konstanz verschlimmern sich die Beschwerden seit einiger Zeit zunehmend. Auswärts wurde eine Therapie mit L-Carnitin eingeleitet, die nach Angabe des Patienten zu einer Verbesserung der Symptomatik führte und damit seine Alltagssituation erleichterte. Was weiß man über das Syndrom und seine Behandlung?

Was stoppt den Nachtschweiß?
Arzt, Naturheilverfahren, Sportmedizin,
Wolnzach:
Mein 30-jähriger Patient, Bandarbeiter in der Autoindustrie, leidet jede zweite bis dritte Nacht unter massivem Schwitzen. Seit zwei Jahren nimmt die Intensität zu. Er ist nicht dick, asthenisch, raucht nur gelegentlich, trinkt nicht. Er fühlt sich gesund, leidet allerdings unter einer ausgeprägten Psoriasis vulgaris (zur Zeit ohne Behandlung). Die internistischen Befunde sind normal, der Tine-Test ist negativ. Die anlässlich einer Trigeminusneuralgie durchgeführte NMR-Untersuchung des Schädels mit Kontrastmittel war unauffällig.

Nicht mit 30 DM abspeisen lassen!
Fachärztin für Allgemeinmedizin,
Deutschneudorf:
Für ein Vormundschaftsgericht hatte ich ein Gutachten zu erstellen, welches ich mit GOÄ-Nr. 80 liquidierte. Daraufhin wurde mir mitgeteilt, dass die Gutachten nach einer Pauschale mit einem Stundensatz von 50 bis 65xa0DM bezahlt werden. Ansonsten gelte der Einfachsatz der GOÄ.

Ist dieser Patientenwunsch private Leistung?
In meiner Tätigkeit als Landarzt kommt es immer häufiger vor, dass die Patienten am Wochenende um einen Hausbesuch bitten. Es ist selbstverständlich, dass man in Notfällen die Hilfe nicht verweigert. Wie ist es aber, wenn die Patienten den Verweis auf den ärztlichen Notfalldienst nicht beachten und ausdrücklich darum bitten, dass der Hausarzt selbst kommt. „Beim Notfalldienst müssen wir immer so lange warten“ oder „Der Notarzt kennt mich doch nicht so gut wie Sie“ sind die häufigsten Argumente. Ist mein Hausbesuch dann eine Art „IGeL-Leistung“ und kann ich eine Privatrechnung stellen, wenn der Patient damit einverstanden ist? Da mein Praxisbudget regelmäßig überschritten ist, bekomme ich ansonsten außer der Ziffer 5 kein Honorar dafür.

Helferin berufsunfähig?
Facharzt für Allgemeinmedizin,
Quierschied:
In Anlehnung an Ihren Beitrag „Helferin erfolglos gegen Hepatitis geimpft - Wie viele Impfungen muss ich zahlen?“ in der Ausgabe Nr. 35 vom 1.9.2000, Seite 35, stellt sich die Frage: Wenn nach mehrfacher Impfung kein ausreichender Infektionsschutz erreicht wird, man also von einem „Non-Responder“ sprechen kann, sind dann etwa die Kriterien für die Berufsunfähigkeit erfüllt? Kann ich eine „schutzlose“ Helferin risikolos weiter beschäftigen?

Muss der Aufwand beim Kind sein?
aus K:
Bei einem kerngesunden 10-jährigen Jungen musste eine Radiusfraktur mittels Draht in Intubationsnarkose versorgt werden. Vor der Op. wurde eine ganze Latte an Laboruntersuchungen durchgeführt. Außerdem wurde der Junge während der Narkose pulsoxymetrisch überwacht. War das wirklich alles notwendig?

Bindend für Abrechnung?
Facharzt für psychotherapeutische Medizin, Sportmedizin,
Köln:
Die KV hat meine Honorarabrechnung „korrigiert“, indem sie die Abrechnung der EBM-Ziffer 870 (Probatorische Sitzung) neben den Ziffern 860 (Psychodynamischer Status) bzw. 861 (Vertiefte Exploration) ausschloss. Sie beruft sich dabei auf einen mir nicht bekannten „Interpretationsbeschluss“ der KBV. Ich vertrete die Ansicht, dass der EBM alle Ausschlüsse erschöpfend ausdrücklich aufgezählt hat (Beispiel: 847, 849, 851) und dass weitere Ausschlüsse nicht durch die Hintertür von „Interpretationsbeschlüssen“ eingebracht werden können.

Sartane beliebig austauschen?
Arzt für Allgemeinmedizin,
Hannover:
Immer mehr Substanzen aus der Gruppe der „Sartane“ kommen auf den Markt. Wie unterscheiden sich die einzelnen Vertreter dieser Gruppe in ihrer Wirkung? Wie verhält es sich beim Einsatz dieser Wirkstoffe in Kombination mit Diuretika, Kalziumantagonisten oder Betablockern? Bestehen Bedenken gegen einen Wechsel von einem Vertreter dieser Substanzgruppe auf einen anderen?

Was den Nerv hemmt
Facharzt für Allgemeinmedizin
Bad Lauterberg:
Ich betreue einen Patienten mit Trigeminusneuralgie. Verschiedene Blockaden führten nur vorübergehend zur Schmerzfreiheit. Linderung verspürt der Patient nur unter hoch dosiertem Carbamazepin (2xa0g/d). Welche Therapie bzw. Operationsmethode könnte ihm noch helfen?

Zahlt der Staat meine 2000 DM?
Mülheim:
Ein beihilfeberechtigter Patient ist verstorben. Seine Tochter hat das Erbe ausgeschlagen. Meine Rechnung in Höhe von über 2000 DM sowie die Rechnungen der mitbehandelnden Kollegen und der Krankenhäuser sind offen. Also ab mit der Rechnung direkt zur Beihilfestelle. Doch die teilt mit: Nur ein Angehöriger sei antragsberechtigt für die Beihilfezahlung. Die Tochter ist aber vom Erbe zurückgetreten. Was tun?

Auskunft an die Polizei geben?
praktische Ärztin,
Münster:
Als Zuschauer bei einem Fußballspiel brach ein alter Patient von uns tot zusammen. Die Polizei wollte Auskunft über seine eventuellen Vorerkrankungen (z.B. Herzerkrankungen). Ist trotz ärztlicher Schweigepflicht, die ja über den Tod hinausgeht, im mutmaßlichen Sinne des Verstorbenen eine Auskunft möglich?

Kürzt BG das Honorar zu Recht?
Facharzt für Innere Medizin,
Magdeburg:
Ich behandele einige Patienten, die eine anerkannte Berufskrankheit (meist eine COPD) haben. Einige Berufsgenossenschaften reduzieren regelmäßig die Rechnung und erstatten nur eine allgemeine Heilbehandlung. Ist das korrekt? Ich war bisher der Meinung, dass ich als Facharzt (Internist/Pneumologe) besondere Heilbehandlung abrechnen kann. Ähnliche Probleme gibt es z.B. auch mit der Gemeindeunfallkasse.