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Was stoppt die Uveitis?
Seit dem 20. Lebensjahr leide ich an M. Bechterew, der an den Gelenke kaum Beschwerden macht. Doch immer wieder treten Iridozyklitiden auf, die in ihrer Schwere zunehmen. In den letzten Jahren nehme ich täglich prophylaktisch ASS, Lisinopril, Vitamin C, Vitamin E, Selen und Magnesium ein. Der Augenarzt sprach schon von alternativen Methoden wie Eigenblutspende u.ä. Gibt es eine Methode, die Schübe zu verhindern?

Fiskus grabscht nach Verkaufserlös
Facharzt für Orthopädie,
Düsseldorf:
Ich habe im April ´98 meine orthopädische Praxis an einen Kollegen verkauft. Ich arbeite noch ein wenig als Privatarzt und weit überwiegend als Gutachter im eigenen Haus und in einem Radiologischen Institut, 3 bzw. 6 km von meiner ehemaligen Praxis entfernt. Ich habe nur ganz wenige Privatpatienten „mitgenommen“. Mein Nachfolger und ich verstehen uns gut und sind keine Konkurrenten, da sich mein Arbeitsprofil komplett verändert hat. Das Finanzamt will den ganzen Steuersatz vom Praxiserlös haben. Wie sind die Konditionen?

Mehr Östrogen geben?
Facharzt für Allgemeinmedizin,
Hagen:
Bei einer 56-jährigen Patientin erfolgte vor vier Jahren eine Hysterektomie mit Adnexektomie. Wegen klimakterischer Beschwerden wurde sie zunächst mit Estradiol transdermal substituiert, seit drei Monaten nimmt sie Tibolon. Trotz Hormonersatztherapie leidet die Patientin weiterhin unter Hitzewallungen. Welche Substitutionstherapie sollte man wählen?

Was rettet mich vor den Klebsiellen?
Arzt für Allgemeinmedizin,
aus B.:
Trotz Therapie nach Antibiogramm konnte ich dreimal in der Stuhlkultur Klebsiellen nachweisen. Die Endoskopie von Magen bis Rektum ergab außer einem gastroösophagealen Reflux keine Besonderheiten. 1991 wurde ich wegen eines Onkozytoms nephrektomiert, 1992 bestanden unklare Fieberschübe, die unter Antibiotika rasch abklangen. Heute geht es mir gut, der Stuhlgang ist normal, und sämtliche Laborparameter sind o.B. Frage: Was sollte ich gegen die Klebsiellen im Darm noch tun?

Wie werde ich den Quälgeist los?
Hausärztlicher Internist,
Neustadt:
Ein 58-jähriger Patient beansprucht mich mehrfach im Quartal jeweils über eine halbe Stunde bis 45 Minuten, wobei es eher marginal um seine Erkrankung geht. Er möchte einen Bescheid über den Grad seiner Erwerbsunfähigkeit nicht akzeptieren und erwartet meine Hilfe. Ich halte die Einstufung jedoch für nachvollziehbar und kann medizinisch nichts Neues hinzufügen. Sozialrechtlich beraten kann ich ihn nicht und darf ich wohl auch gar nicht. Inwieweit darf ich derartige Fragen von mir weisen?

Wie stoppen Sie die Fluten?
Klinik und Tagesklinik für Psychiatrie und Psychotherapie,
Kliniken Merzig:
Wie kann ich einem Patienten helfen, der seit einem Jahr unter dem Antidepressivum Sertralin extrem schwitzt? Bornaprin-HCl brachte nur wenig Erfolg. Eine Reduktion der sehr wirksamen Antidepressiva (neben Sertralin noch Clobazam zur Sedierung und Zopiclon zum Schlafen) kommt nicht in Frage.

Ausnahme vom Budget?
Situation : 1. Zur Verordnung logopädischer Behandlungen ist seit neuem vor Erstellung des speziellen Rezepts eine Diagnostik erforderlich. Neben der audiometrischen Untersuchung ist dabei auch eine Tympanometrie zwingend vorgeschrieben. Die Anschaffung des dafür erforderlichen Geräts kostet ca. 8000xa0DM. Viele vorher verordnenden Praxen investieren diese Summe nicht. Die Verordnung bleibt dann häufig an z.B. uns hängen. Die Leistungen 1591, 1593 und 1597 sind noch dazu im grünen Budget, welches bekanntermaßen ohnehin „überlastet“ ist . Hat ein Antrag auf „Ausbudgetierung“ dieser Leistungen, zu denen man gezwungen wird, Aussicht auf Erfolg?

Was macht Elefantenbeine wieder schlank?
Arzt für Allgemeinmedizin,
Buchenberg:
Meine 59-jährige Patientin beklagt in den letzten drei Jahren eine zunehmende Verdickung der Beine und neuerdings der Oberarme. Sie leidet unter der unästhetischen Verformung, besonders aber unter den brennenden Schmerzen in diesem Bereich, die sie vor allem bei Wärme (Bett, Sonne) quälen. Die Diagnose der Dermatologen: Lipödem. Die empfohlene Kompressionstherapie brachte keine Besserung.

Besser kein Kind mehr riskieren?
, Praktischer Arzt,
Hagen:
Meine jetzt 38-jährige Patientin erlitt 1995 und 1996 jeweils eine Fehlgeburt und gebar im Oktober 1997 einen gesunden Jungen. Im August 2000 kam es in der 19. Woche zur Abtreibung eines Zwillings-Mädchen-Pärchens wegen eines durch Fruchtwasseruntersuchung festgestellten Triplo-X-Syndroms. Wie groß ist das spezifische Risiko, ein zweites Mal Mädchen mit dem Triplo-X-Syndrom zu bekommen?

Was verhindert Glottiskrampf?
Ärztin für HNO-Krankheiten,
Olsberg:
Mein 59-jähriger Patient leidet seit ca. fünf Jahren an plötzlich auftretendem laryngealem Stridor. Die Anfälle, die mit Zyanose, kaltem Schweiß und Angst einhergehen, treten etwa vier- bis fünfmal pro Jahr auf. Dazwischen liegen völlig freie Intervalle. Das Ereignis kann sowohl beim Essen als auch beim Speichelschlucken vorkommen und ist unabhängig von körperlicher oder psychischer Belastung. HNO- und Kehlkopfbefunde sind unauffällig, die internistischen Untersuchungen einschließlich Ösophagogastroskopie ebenfalls. Wie kann man solche Anfälle in Zukunft vermeiden bzw. behandeln?

Konsil bei Einweisung erlaubt?
Arzt für Allgemeinmedizin,
Rastatt:
Sehr geehrter Herr Kollege Zimmermann, in der Ausgabe Nr. 44 schreiben Sie, man könne bei Einweisung nach dem Gespräch mit dem Krankenhausarzt die GOÄ-Nr. 60 (bzw. beim EBM-Patienten wohl die Nr. 42) berechnen. Meiner Meinung nach kann zu diesem Zeitpunkt kein Konsil stattfinden! Denn ein Konsil setzt voraus, dass beide Ärzte den Patienten kennen, untersucht haben und nun ihre Meinungen austauschen. So schön es wäre, die Nr. 60 anzuschreiben, hier handelt es sich im präklinischen Stadium des Patienten nur um eine Information an einen anderen Arzt. Wenn Sie doch anderer Meinung sind, bitte begründen Sie mir diese, denn geldwerte Ziffern schreibe ich auch gern!

Wird diese Sense legal geschwungen?
Unsere Praxis gehört zu den „Gewinnern“ der EBM-Reform von 1996. Nach Aufhebung der ungesetzlichen, rückwirkenden Budgetierung, musste uns unsere KV Geld zurückzahlen. Da Geld knapp ist, wird versucht, durch Prüfmaßnahmen den Rückerstattungsbetrag möglichst tief zu drücken. In unserem Fall wurde eine Wirtschaftlichkeitsprüfung am Fachgruppendurchschnitt probiert. Als sich hierbei keine Unwirtschaftlichkeit nachweisen ließ, hat man einen Vertikalvergleich durchgeführt von 1/95, 2/95 zu 1/96 und 2/96. Wir sehen dieses Vorgehen als Schikane und als ungesetzlich an.

Was durchbricht Diuretika-Resistenzen?
Internist,
Frankenberg:
In einer Fachzeitschrift habe ich unlängst gelesen, dass sich Diuretikaresistenzen durch eine Kombinationsbehandlung mit Aquaphor® durchbrechen lassen. Wäre es daher nicht sinnvoller, von vornherein diese Substanz als Monotherapie einzusetzen und auf diese Weise die Resistenzbildung unter Torasemid zum Beispiel auszuschließen?

Diät oder Enzym an den Darm?
Ärztin,
Rheinberg:
Ist es notwendig, dass ein zwölfjähriges Kind, das an einem nachgewiesenen Laktasemangel leidet, über vermehrte Flatulenz, nicht aber über Bauchschmerzen klagt, eine laktosefreie Diät einhält oder zu Milchprodukten ein Laktasepräparat einnimmt? Entsteht durch den Laktasemangel nur eine vermehrte Luftansammlung oder auch eine Schleimhautschädigung?

Wie AOK-Bürokraten Geld verschwenden
Fachärztin für Allgemeinmedizin,
Burkartshain:
Seit Jahren lege ich am Tag oder im Wochenend- und Nachtdienst bei Notwendigkeit einen Katheter. Ein Katheterset, alle Dinge steril beinhaltend, bildete bisher die Grundlage, bis ich den Hinweis von der AOK erhielt, dass diese Sets nicht verordnungsfähig sind. Nach Rücksprache mit dem Hersteller ist die Einzelverordnung von Katheter und zwei Urinauffangsystemen 10 DM teurer als das Set. Ohne das Set kann ich im Notdienst die Hygienevorschriften nicht einhalten und müsste den Patienten mit dem Transport in die Notaufnahme und zurückbringen lassen. Nach Rücksprache mit Kollegen aus anderen Bundesländern werden diese Sets auf Rezept verordnet.