Beiträge zum Thema Medizin – Alle Beiträge

Muss die KV nachzahlen?
Durch einen Fehler der Praxis-EDV wurden 20xa0%25 der Patienten bei der Abrechnung übersehen. Dies konnten wir der KV nach Erhalt der Bescheide nachweisen. Ich kann für jeden zunächst vergessenen Fall Diagnosen und Leistungen nachreichen. Die KV will aber nur eine Fallpauschale nachzahlen. Dies bedeutet einen Verlust von 15xa0000xa0DM. Kann ich Einzelabrechnung verlangen?

Eigene Gefährdung gut abwägen
Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten,
Bad Berka:
Im Notdienst fuhr ich nachts bei schlimmstem Glatteis zum Hausbesuch. Glücklicherweise passierte nichts. Auf spätere Anfrage bei der KV Thüringen, ob ich mich auch künftig selbst in Gefahr bringen müsse, wurde mir gesagt, ich könnte auf eigene Kosten ein Taxi rufen. Die örtliche Polizei sagte mir, dass sich ein potenzieller Helfer auf keinen Fall auch noch selbst in Gefahr bringen dürfe. Was ist richtig?

Helferin fristlos kündigen
Nach dem Ende des Erziehungsurlaubes meiner Helferin meldete sich diese nicht bei mir. Erst nach fast fünf Jahren erfahre ich, dass sie während dieser Zeit ein weiteres Kind zur Welt gebracht hat und einen zweiten Erziehungsurlaub beansprucht. Nun soll ich ihr eine Arbeitsbescheinigung ausfüllen. Ich frage mich aber, ob das Arbeitsverhältnis nicht als aufgelöst gilt, nachdem sich die Helferin jahrelang nicht gemeldet hat?

Restmagen rausreißen?
Arzt für Allgemeinmedizin,
Emden:
Bei meiner Patientin wurde zweimal eine Fundoplicatio durchgeführt, das erste Mal mit Vagotomie. Beim dritten Eingriff wurde eine Magenresektion nach Y-Roux vorgenommen. Die Frau leidet derzeit unter ständiger Übelkeit. Vertigoheel® wirkt symptomatisch und vorübergehend. Was könnte noch hilfreich sein? Die üblichen Medikamente habe ich bereits ausgeschöpft.

Ist das Auge noch zu retten?
Ärztin für Allgemeinmedizin,
Heidelberg:
Mein 78-jähriger Patient hat im rechten Auge ein Niederdruckglaukom und zusätzlich eine feuchte Makuladegeneration im Initialstadium, die gelasert wurde. Im linken Auge sind die Makulaveränderungen bereits fortgeschritten. Der Blutdruck des Patienten liegt schon immer im norm- bis hypotonen Bereich. Außer einer Hypercholesterinämie sind keine weiteren vaskulären Risikofaktoren bekannt. Welche therapeutischen Möglichkeiten gibt es, die ein Fortschreiten des Normaldruckglaukoms verhindern könnten? Wie ist die Prognose einzuschätzen?

Keine Lohnfortzahlung bei Hepatitis?
Frauenarzt aus W.:
In gynäkologischen Praxen besteht sicherlich ein nicht unerhebliches Risiko für eine Ansteckung mit Hepatitis B. Wie soll man sich einer Helferin gegenüber verhalten, die es mehrfach abgelehnt hat, sich gegen Hepatitis B impfen zu lassen? Ist der Arbeitgeber im Krankheitsfall dann zur Lohnfortzahlung verpflichtet?

Trifft er auch die H-Ärzte?
Facharzt für Allgemeinmedizin und Chirurgie, H-Arzt
Schlangen:
Ich bin als Allgemeinarzt niedergelassen, bin aber auch Facharzt für Chirurgie. Verliere ich mit Auslaufen der Übergangsfrist des K.o.-Katalogs Ende 2002 (Röntgenleistungen) auch den H-Arzt-Vertrag? Wer trägt meine Investitionen in die Röntgenanlage der letzten Jahre?

Was lässt die Vulva heilen?
Seit 13 Jahren leidet meine Frau unter einer ungeklärten Entzündung im Vaginalbereich. Die von Dermatologen und Gynäkologen empfohlenen Sitzbäder und Cremes führten zu keinem Erfolg. Ich lege alle Befundberichte bei und hoffe auf einen Rat, der meiner Frau hilft.

Neue Partner füttern den Fiskus
Ärzte für Allgemeinmedizin aus S.:
Uns gehört als Ehepartner eine Gemeinschaftspraxis und die Praxisimmobilie je zur Hälfte. Wir möchten einen Teil der Praxis an neue Partner verkaufen. Das Haus möchten wir ganz behalten. Unser Steuerberater ist der Auffassung, dass wir weder Freibeträge noch den halben Steuersatz geltend machen können.

Muss der Chef Honorar abgeben?
Als Oberarzt in der Inneren Abteilung eines kirchlichen Krankenhauses untersuche ich für den ermächtigten Chefarzt auch seit Jahren ambulante Privatpatienten. Dafür bekomme ich keine Poolbeteiligung. Der Chefarzt begründet dies damit, dass er wegen seiner Abgaben ans Krankenhaus für ambulante Behandlungen (als so genannter Altvertragler) diese Tätigkeit an mich delegieren dürfe. Ist das korrekt? Stehen meiner Absicht, diese Tätigkeit nur bei adäquater Vergütung durchzuführen und sie sonst zu verweigern, Hindernisse im Weg?

Wer muss Renovierung bezahlen?
Unsere HNO-Praxis befindet sich seit 1995 in einer alten Villa und ist mit Parkett ausgelegt. Dieses wurde vor unserem Einzug vom Vermieter abgeschliffen und einmal versiegelt. Nun ist es an vielen Stellen abgenutzt. Wer trägt die Kosten für eine Parkettaufarbeitung, der Vermieter oder der Mieter? Außerdem wurden uns im Mietvertrag vier weitere PKW-Stellplätze zugesagt. Diese wurden jedoch auch nach mehrfachem Anmahnen nicht geschaffen. Was können wir dagegen tun?

Protokolle abrechnen?
Facharzt für Allgemeinmedizin,
Kitzingen:
Können Notarzteinsatzprotokolle bei einem Privatpatienten in Rechnung gestellt werden? Gibt es in der UV-GOÄ (Abrechnung allgemeiner Heilbehandlungen und Nebenkosten mit den Unfallversicherungsträgern) eine entsprechende Abrechnungsziffer? .

Arzt muss MdK unterstützen
Facharzt für Kinderheilkunde,
Weyhe-Leeste:
Die DAK fordert mich auf, Unterlagen einer 18-jährigen behinderten Patientin für den medizinischen Dienst zur Verfügung zu stellen, um zu prüfen, ob bei der Geburt ein Behandlungsfehler vorgelegen hat. Bin ich verpflichtet, der Forderung nachzukommen? Eine Entbindungserklärung der Patientin liegt allerdings vor. Kann ich - falls eine Verpflichtung besteht - für den Arbeitsaufwand ein angemessenes Honorar in Rechnung stellen, ähnlich wie bei Anfragen der Privatkassen? Ist der medizinische Dienst überhaupt der richtige Ansprechpartner in Sachen Behandlungsfehler? Wenn ich mich recht erinnere, sind dies Ärztekammer oder die Gerichte.

Was bremst die Flecken?
Facharzt für Allgemeinmedizin,
Oberndorf:
Eine 59-jährige Patientin von mir leidet an Parapsoriasis en plaques. Die Therapie mit Triamcinolon lokal sowie 311-nm-Ganzkörperbestrahlungen konnten die Beschwerden nicht wesentlich lindern. Gibt es neuere Therapieansätze?

Darf das Heim mich festnageln?
Facharzt für Allgemeinmedizin,
Stuttgart-Vaihingen:
In einem Pflegeheim wurde mir gedroht, dass eine meiner Patientinnen nicht mehr mit Insulin versorgt werden würde, wenn ich nicht eine Liste mit Namen von Mitarbeitern unterzeichne, die diesen die s.c.-Injektion erlaubt. Die Mitarbeiter kannte ich jedoch nicht einmal. Ich halte den Tatbestand der Nötigung bei Androhung der Unterlassung einer lebensnotwendigen Maßnahme für erfüllt. Was sagen Ihre Experten?

Kündigen nicht nötig
Friedenfels:
In meiner Praxis ist eine Helferin mit befristetem Arbeitsvertrag bis zum 31.12.2000 beschäftigt. Zwischenzeitlich ist sie schwanger geworden. Im Januar 2001 beginnt der Mutterschutz. Wie sieht die rechtliche Situation aus? Hat die Helferin, die mit befristetem Arbeitsvertrag eingestellt wurde, die gleichen Rechte wie eine schwangere Arzthelferin mit unbefristetem Arbeitsvertrag?

Warum rast morgens der Blutdruck hoch?
Arzt für Innere Medizin,
Villingen-Schwenningen:
Was ist zu tun, wenn bei einem Hypertoniker trotz dreimal täglicher Medikamentengabe der Blutdruck physiologischerweise nachts deutlich abfällt und in den frühen Morgenstunden wieder ansteigt? Welchen Sinn hat überhaupt die abendliche Dosis?

Muss ich die Helferin weiter beschäftigen?
Meine Arzthelferin befand sich bis 31.12.2000 in Erziehungsurlaub. Am 01.10.2000 teilte sie mir eine erneute Schwangerschaft mit. Zu Jahresbeginn nahm sie ihre Tätigkeit wieder auf, um am 20.03. den Mutterschutz anzutreten. Welche Möglichkeiten habe ich, mich von ihr zu trennen, bzw. zu welchen Konditionen muss sie nach vier Jahren Pause beschäftigt werden?

Niemand will meinen Einsatz bezahlen
Arzt für Allgemeinmedizin,
Gotha:Ein Patient musste im Rettungswagen von Klinik A nach Klinik B verlegt werden. Als ambulant Dienst habender Arzt habe ich ihn begleitet. Die Klinik will mich nicht dafür bezahlen, die KV aber auch keine Abrechnung zulassen, wobei die Rechtsposition der KV (stationäre Verlegungsfahrten sind keine ambulanten Leistungen und somit nicht nach EBM abrechnungsfähig) mir logisch erscheint. Wer hat Recht?

KV wirft mir Knüppel zwischen die Beine
Ich möchte meine Praxis in einem gesperrten Gebiet aus privaten Gründen vor Erreichen der Altersgrenze verkaufen. In einer Zeitschrift las ich kürzlich, dass es den Passus „vorbehaltlich der rechtskräftigen Zulassung des Praxisnachfolgers“ bei Abgabe der Zulassungs-Verzichtserklärung gibt, um zu verhindern, dass ein vom Zulassungsausschuss gewählter, mir aber nicht genehmer Kollege die Praxis übernimmt. Der Praxisveräußerer nimmt dann seine Verzichtserklärung zurück und arbeitet in eigener Praxis weiter. Ich kann damit zwar nicht meinen Wunschnachfolger durchsetzen, zumindest aber verhindern, dass ein mir nicht genehmer Kandidat meine Praxis bekommt. Nun sagte mir meine KV, dass eine Verzichtserklärung, verknüpft mit einer Bedingung, von ihr zurückgewiesen werde, und legte mir das beigefügte Gerichtsurteil vor. Ich bitte nun um eine juristische Klärung der Sachlage.