Beiträge zum Thema Medizin – Alle Beiträge

Wie liest man die Schleiersenkung ab?
Internistin,
Ulm:
Wie können meine Helferinnen die BSG sicher ablesen, wenn zwischen Erythrozytensäule und Plasmaüberstand keine eindeutige Grenze, sondern ein rötlicher Übergangsbereich vorhanden ist? Manchmal fehlt die klare Plasmazone ganz.

Lunge mit Steroiden schützen?
Facharzt für Allgemeinmedizin,
Facharzt für Arbeitsmedizin,
Goslar:
Viele Jahre galt die inhalative Kortisontherapie mittels Dosieraerosol als eine wirksame, von jedermann leicht anwendbare Frühbehandlungsmaßnahme nach Reizgaseinatmung. Nun soll die o.g. Therapie angeblich zu einer Pilzbesiedlung der Lunge führen. Sollen inhalative Kortikoide nicht mehr benutzt und stattdessen nur noch intravenös verabreicht werden?

Teilzeit frei vereinbaren?
Eine Helferin befindet sich im Erziehungsurlaub und ist bei mir teilzeitbeschäftigt im Rahmen der 630-DM-Grenze. Nunmehr teilt sie mit, dass sie erneut schwanger ist und in Mutterschutz geht. Die geringfügige Beschäftigung soll weiterhin durchgeführt werden. Was muss ich beachten?

Was stoppt die Urtikaria?
Ärztin für Kinderheilkunde,
Iserlohn:
Ein Kleinkind hat immer wieder Urtikaria. Die Durchuntersuchung erfolgte in der Hautklinik. Alle Allergietests (RAST) fielen negativ aus. Eine Hausstaubmilbenallergie liegt nicht vor. Eine Besiedlung des Magens mit Helicobacter wurde mit der Tripletherapie erfolgreich behandelt. Wie kann ich dem Kind noch helfen?

Muss ich drei Stunden umsonst arbeiten?
Hautarzt,
Bocholt:
Vor etwa fünf Jahren meldete ich der Bau-Berufsgenossenschaft den Verdacht einer Berufskrankheit bei einem Patienten. Die Übernahme der Behandlungskosten wurde verweigert. Vor einem Jahr gewann der Patient beim Sozialgericht gegen diese BG. Jetzt bat mich die Krankenkasse, Behandlungsdaten, Verordnungen (möglichst mit Preis) und die abgerechneten EBM-Ziffern in BG-GOÄ-Ziffern umgesetzt mitzuteilen. Ich rechne mit einem dreistündigen Arbeitsaufwand. Muss ich diese Leistung kostenlos erbringen?

Blut spenden verboten?
Unser 1976 geborener Sohn verließ mit uns sein Geburtsland Tansania im Juni 1979. Als er im Februar 2001 Blut spenden wollte, wurde er abgelehnt, da er zuvor den Nachweis erbringen müsse, dass sein Blut sicher frei sei von Malariaplasmodien. Klinisch gab es nie Verdacht auf eine Malariaerkrankung. Wie wahrscheinlich ist es, dass nach dieser Zeit tatsächlich bisher unbemerkt gebliebene Plasmodien vorhanden sind?

Wie rechnen wir ab?
Facharzt für Allgemeinmedizin,
Biberach:
Derzeit sind wir eine Gemeinschaftspraxis mit zwei Allgemeinmedizinern und einer hausärztlich tätigen Internistin. Unsere Kollegin wird sich fachärztlich entscheiden, da sie viele Echokardiographien macht, die sonst nicht mehr abrechenbar wären. Wie verändert sich die Abrechnung? Können wir uns gegenseitig Patienten überweisen? Was passiert mit der hausärztlichen Grundvergütung?

Wie nach GOÄ abrechnen?
Internist,
Mittenwald:
Wie rechne ich nach der GOÄ eine Duplexsonographie (mit PW-Doppler, aber nicht farbcodiert) für die supraaortalen hirnversorgenden Arterien, für die Beinarterien inklusive peripherer Verschlussdruckmessung und für die Beinvenen ab?

Lassen Sie Ihn abblitzen!
Ärztin für Allgemeinmedizin,
Bad Kreuznach:
Ich habe neue Praxisräume angemietet, stecke mitten im Umzug und habe nun von meinem Vermieter erfahren, dass ich für den Notfall einen Schlüssel für die Praxisräume hinterlegen muss. Den Schlüssel nimmt aber nicht der Vermieter an sich, sondern er soll in einem Restaurant im gleichen Gebäude deponiert werden. Ich sehe zwar ein, dass es sinnvoll ist, einen Schlüssel zu hinterlegen, falls ein Schaden auftritt und Handwerker in die Praxis müssen, aber ist es rechtens, dass der Schlüssel in einem Restaurant hinterlegt wird? Oder sollte nicht doch eine Person meines Vertrauens den Schlüssel an sich nehmen?

Gelenkersatz mit Säure verhindern?
Facharzt für Allgemeinmedizin,
Goslar:
Können die intraartikuläre Injektion von Hyaluronsäure (Synvisc®) oder die Abrasionsarthroplastik die Schmerzen einer 60-jährigen Patientin mit Gonarthrose lindern bzw. beseitigen? Kann so eine spätere Gelenkersatzoperation vermieden werden?

Auf Teilzeit stellen?
Fachärzte für Allgemeinmedizin:
Wir sorgen uns um eine Arzthelferin, die durch eine Krebserkrankung zu 70 %25 als Schwerbehinderte anerkannt werden wird. Die bisher als Vollkraft eingesetzte Kraft ist zur Zeit arbeitsfähig und auch arbeitswillig. Wir machen uns jedoch Sorgen um die Zukunft. Ehrlich gesagt befürchten wir auch Nachteile für die Praxis, insbesondere durch vermutlich höhere Fehlzeiten der Arzthelferin und die Wahrscheinlichkeit, dass die Arzthelferin leistungsmäßig überfordert sein dürfte und ihr wohl nur noch 50 %25 des bisherigen Arbeitsanfalls zugemutet werden kann. Können wir den Arbeitsvertrag ändern oder öffentliche Mittel erhalten?
In einer weiteren Frage möchten wir wissen, ob wir das 13. Gehalt durch ein Bonussystem ersetzen können.

Freie Fahrt fürs Sperma?
Facharzt für Frauenheilkunde,
Eilenburg:
In letzter Zeit häuften sich in meiner Praxis die Fragen zur Rekonstruktion der Samenleiter nach Vasektomie. Wie hoch sind die Erfolgschancen einer Refertilisierungsmaßnahme? Und mit welchen Kosten muss ein Ehepaar rechnen? Des Weiteren suche ich Adressen von Kliniken, die auf diesem Gebiet über ausreichend Erfahrung bzw. nachweisliche Erfolge verfügen.

Wer trägt meine Mahn- und Anwaltskosten?
Arzt für Dermatologie, Allergie,
Bocholt:
Eine Privatpatientin zahlte trotz zweimaliger Mahnung nicht. Ich veranlasste ein anwaltliches Mahnverfahren. Erst jetzt meldete sich der Ehemann und gab bei dem Anwalt an, die Zahlung bereits geleistet zu haben. Bei der Kontrolle meines Kontos musste ich feststellen, dass an dem angegebenen Tag wirklich eine Zahlung in entsprechender Höhe erfolgt war. Als Überweiser fungierte die private Zusatzversicherung, als Buchungslegende war „Hans-Wilhelm S.“ angegeben. Schuldner und Buchungslegende hatte ich damals nicht zusammenführen können. Wer hat in diesem Fall meine Anwaltskosten zu tragen?

Liegt´s am gelähmten Magen?
Ärztin für Innere Medizin,
Berlin:
Mein 70-jähriger Patient klagt über ausgeprägte dyspeptische Beschwerden bei Phrenikusparese links, Verdacht auf Gastroparese und histologisch gesicherter H.p.-negativer chronischer Gastritis. Unter Metoclopramid und/oder Ranitidin trat eine Gynäkomastie auf, die zum Absetzen der Therapie zwang. Derzeit wird der Mann mit Iberogast&Reg; und Propranolol behandelt. Übelkeit, Brechreiz, Blähungen, Druck im Epigastrium, Schwindel, Herzangst und zeitweise Hustenreiz bestehen jedoch weiter. Welche diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen empfehlen Sie?

Was heilt den Mund?
Arzt für Allgemeinmedizin,
Werther:
Bei einem 36-jährigen, ansonsten gesunden Patienten besteht seit Monaten ein chronisch rezidivierender, großflächiger Herpes im inneren Mundbereich. Laboruntersuchungen, insbesondere BSG, Elektrophorese, CRP und Blutbild, zeigten keine Auffälligkeiten. Therapieversuche mit Inosin, Aciclovir und Echinacea blieben ohne anhaltenden Effekt. Frage: Therapieidee?

Wie sicher ist der Krebs?
Internist,
Kaufbeuren:
Meine 44-jährige, klinisch völlig unauffällige Patientin unterzog sich extern einem Labor-Check-up. Dabei fand sich der Tumormarker CA 72-4 erhöht. Es folgte eine umfangreiche Tumorsuche (gastrointestinal, Schilddrüse, gynäkologisch) unter Einbeziehung der üblichen Tumormarker wie CA 125, CA 19-9, CEA, hTg. Die gesamte Diagnostik ergab keinen pathologischen Befund. Der Tumormarker wurde mehrfach kontrolliert und ist bis jetzt im gleichen Level erhöht. Handelt es sich hierbei um eine unselige (unsinnige?) Labordiagnostik, oder steckt doch ein pathologischer Prozess dahinter?

Borrelien nochmal jagen?
Arzt für Allgemeinmedizin,
Haste:
Im Juli 2000 erhielt mein Patient wegen eines Erythema migrans nach Zeckenbissen drei Wochen lang 200 mg/d Doxycyclin. Initial waren die IgG- und IgM-Antikörper negativ, seit Ende September dann aber positiv. Es erfolgte sicherheitshalber eine zweite Doxycyclintherapie. Der Mann ist beschwerdefrei. Ist eine weitere Diagnostik oder Therapie indiziert?

Flotter Dreier im Sperrgebiet
Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe:
Kann ich mit einer im Jobsharing angestellten Frauenärztin in eine Jobsharing-Gemeinschaftspraxis wechseln? Kann diese Partnerin dann für Qualifikationen, für die ich nicht zugelassen bin, die Zulassung beantragen und die entsprechenden Leistungen abrechnen? Außerdem möchte eine junge niedergelassene Kollegin ihre Praxis mit der meinen zu einer Gemeinschaftspraxis zusammenlegen. Mit welchen Konsequenzen ist das möglich?