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Beim Typ-1-Diabetes kommt es zu einer fortschreitenden Zerstörung der pankreatischen Inselzellen, dieses Defizit wird meist durch den deletären Einfluss von Autoantikörpern ausgelöst, kann aber auch ohne fassbare Ursache (idiopathisch) entstehen. Die Folge ist ein ausgeprägter Insulinmangel, der therapeutisch ausgeglichen werden muss. Der Typ-1-Diabetes manifestiert sich meist im Kindes-, Jugend oder frühem Erwachsenenalter. Eine Ausnahme bildet der LADA (latent autoimmune diabetes of the adults), der anfangs nicht insulinpflichtig ist und deswegen leicht mit einem Typ-2-Diabetes verwechselt wird.
Symptome und klinisches Bild bei Typ‑1‑Diabetes
Aufgrund der akuten Stoffwechselentgleisung entwickeln sich die Symptome (z.B. Harndrang, Durst, Müdigkeit) bei Patienten mit Typ-1-Diabetes relativ rasch, was die Diagnose erheblich beschleunigt.
Diagnostik und Laboruntersuchungen bei Typ‑1‑Diabetes
Die Abklärung des Diabetes-Verdachts erfolgt anhand der Messung von Blutglukose und HbA1c-Wert, bei Bedarf ergänzt durch einen oralen Glukosetoleranztest.
Labor
Fest steht die Diabetesdiagnose bei einer Nüchternglukose ≥126 mg/dl, auch bei einem Gelegenheitsblutzucker ≥200 mg/dl besteht eindeutig ein Diabetes, ebenso bei einem HbA1c-Wert ≥6,5 %. Für den oGTT mit 75 g Glukose ist ein Blutzuckerwert ≥200 mg/dl nach zwei Stunden beweisend.
Differenzialdiagnostik: Abgrenzung von anderen Diabetesformen (Typ‑2, LADA, MODY)
Der Typ-1-Diabetes manifestiert sich meist in Kindheit, Jugend oder frühem Erwachsenenalter, bei früh auftretendem Typ-2-Diabetes ist evtl. eine Verwechslung möglich. Außerdem können komorbide Ess-Störungen die Einstellung des Typ-1-Diabetes erheblich erschweren.
Insulintherapie und nichtinvasive Behandlungsstrategien bei Typ‑1‑Diabetes
Im Zentrum der Therapie steht bei Patienten mit Typ-1-Diabetes der möglichst physiologische Ausgleich des Hormonmangels durch eine intensivierte Insulintherapie (ICT). Alternativ kommt auch eine subkutane Infusionstherapie mit einer Insulinpumpe infrage.
Innovative Therapieansätze und interventionelle Verfahren bei Typ‑1‑Diabetes
Für Patienten mit Typ-1-Diabetes, die aufgrund einer Nephropathie dialysepflichtig werden, kommt eventuell eine kombinierte Transplantation von Niere und Pankreas infrage. Alternativ ist auch eine Verpflanzung von Pankreas-Inselzellen möglich.
Prävention und Früherkennung des Typ‑1‑Diabetes bei Risikopersonen
Einen Impfung gegen den Typ-1-Diabetes wird zurzeit erforscht, sie soll die Bildung von Antikörpern gegen Insulin verhindern.
Notfallmanagement bei diabetischer Ketoazidose vund Hypoglykämie
Bei Patienten mit Typ-1-Diabetes kann der Insulinmangel zu einem ketoazidotischem Koma führen, typisch ist die Kussmaul-Atmung und der Acetongeruch in der Atemluft.
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