Lassen sich CAR-T-Zellen künftig in vivo herstellen?
Da die Herstellung von CAR-T-Zellen zeit- und kostenintensiv ist, wird nach alternativen Ansätzen gesucht, die das Prozedere vereinfachen. Eine chinesische Phase-1-Studie eröffnet die Aussicht, den Prozess in den Körper Betroffener zu verlegen, ohne dass noch Zellen entnommen werden müssen.
Die Herstellung der ersten Generation von CAR-T-Zellen ist zeit- und kostenaufwändig. Man muss den jeweiligen Patient:innen autologe Zellen entnehmen, diese einsenden, ex vivo transfizieren, expandieren und an die Klinik zurücksenden. Neben Ansätzen zur Produktion allogener CAR-T-Zellen, die in großen Mengen hergestellt und verschiedenen Erkrankten gegeben werden können, stellen chinesische Hämatolog:innen nun erste klinische Erprobungen eines anderen Konzepts vor: Ein nicht replikationsfähiges Lentivirus erhält eine CD3-Bindungsstelle, um spezifisch T-Zellen zu infizieren. In diesen wird dann das Gen für einen dualen, CD19 und CD20 auf B-Lymphozyten erkennenden, chimären Antigenrezeptor eingebaut und zur Expression gebracht.
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