Frisch, nicht eingefroren
Ein neues, gegen CD20 und CD19 gerichtetes CAR-T-Zell-Produkt (LV20.19) hat eine Produktionszeit von nur ein bis zwei Wochen. Erste Wirksamkeitsdaten bei stark vorbehandelter CLL überzeugen, offenbaren aber auch entitätsspezifische Komplikationsrisiken.
Kurze Produktionszeit vor Ort und die Infusion eines frischen, nicht eingefrorenen Produkts – so könnte die CAR-T-Zell-Therapie bei B-Zell-Erkrankungen künftig aussehen. Wie Prof. Dr. Nirav N. Shah vom Medical College of Wisconsin in Milwaukee berichtete, liegt die Produktionszeit des gegen CD20 und CD19 gerichteten CAR-T-Zell-Produkts LV20.19 bei 8–12 Tagen. In einer monozentrischen Phase-1/2-Studie werden aktuell Kohorten von Patient:innen mit verschiedenen B-Zell-Malignomen mit dem Produkt behandelt.
Die Therapie mit LV20.19: Wer und wie?
In die Kohorte mit rezidivierter/refraktärer CLL wurden Patient:innen eingeschlossen, die bereits zwei Therapielinien erhalten hatten, darunter einen BTK- oder BCL2-Inhibitor. Die Apharese erfolgte neun Tage vor der geplanten CAR-T-Zell-Infusion. Zur Lymphodepletion wurden Fludarabin (30 mg/m²) und Cyclophosphamid (300 mg/m²) an Tag -4, -3 und -2 eingesetzt. War die CAR-T-Zell-Dosis von 2,5 x 106 Zellen/kg acht Tage nach Apharese erreicht, erfolgte die Infusion an Tag 9, sonst wurde die Produktion um vier Tage verlängert.
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