Borderline-Persönlichkeitsstörung

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Bei der Borderline-Persönlichkeitsstörung tritt häufig selbstverletztendes Verhalten auf – als dysfunktionale Strategie zur Emotionsregulation bei starker innerer Anspannung.

Die Borderline-Persönlichkeitsstörung  (BPS) ist eine schwerwiegende Störung der Affektregulation, die mit einer verzerrten Wahrnehmung des Selbstbildes und Störungen im zwischenmenschlichen Verhalten einhergeht.  Meist entwickelt sich die Störung in der frühen Adoleszenz mit starken Stimmungsschwankungen, aggressiven Durchbrüchen und schweren Selbstzweifeln. Der klinische Verdacht auf eine BPS liegt nahe,  wenn Selbstverletzungen/-schädigungen, Suizidversuche, Drogenprobleme und Essstörungen hinzukommen.  Die Lebenszeitprävalenz wird auf etwa 5-6 % geschätzt, wobei die Querschnittsprälavenz mit dem Alter abnimmt. 80 % aller Betroffenen suchen  psychiatrische oder psychotherapeutische Hilfe und von Patienten in psychiatrisch-psychotherapeutischen Kliniken erfüllen etwa 15 % die Kriterien einer BPS. Es erscheint eine genetische Komponente zu bestehen, wofür auch sprechen würde, dass etwa die Hälfte der Betroffenen in der Kindheit an einem ADHS gelitten haben. Hinzu kommen häufig psychosoziale Belastungsfaktoren wie sexuelle Gewalterfahrung (etwa 65 % Prozent), körperliche Gewalterfahrungen (etwa 60 %) und schwere Vernachlässigung (etwa 40 %). Eine Voraussetzung für die Entwicklung eines BPS sind solche Erfahrungen aber nicht.