Rare Diseases
Rare Diseases
Seltene Erkrankungen erkennen und gezielt behandeln
In der EU gilt eine Krankheit als selten, wenn nicht mehr als fünf von 10.000 Menschen betroffen sind. Doch die schiere Zahl – geschätzt 6.000 bis 8.000 verschiedene seltene Erkrankungen – macht deutlich, dass diese Patientinnen und Patienten im klinischen Alltag durchaus präsent sind. Rund 80 Prozent der Rare Diseases haben eine genetische Ursache, viele verlaufen chronisch, progredient oder lebensbedrohlich.
Die diagnostische Odyssee prägt oft den Leidensweg: Betroffene wandern jahrelang von Praxis zu Praxis, ehe die richtige Diagnose gestellt wird. Interdisziplinäre Zentren und europäische Referenznetzwerke sollen diese Verzögerung verkürzen. Moderne Gendiagnostik, von der Exom-Sequenzierung bis zu Panel-Untersuchungen, hat die Aufklärungsrate deutlich erhöht.
Therapeutisch dominieren Orphan Drugs, die gezielt für kleine Patientengruppen entwickelt werden – oft innovativ, aber kostenintensiv. Symptomatische und supportive Ansätze bleiben bei vielen Erkrankungen dennoch unverzichtbar. Nationale Aktionspläne und internationale Kooperationen verbessern die Versorgungsstrukturen und die Forschung kontinuierlich. Für Ärztinnen und Ärzte bedeutet das: an Seltenes denken, frühzeitig Spezialisten einbinden und Patientinnen und Patienten den Zugang zu entsprechenden Netzwerken ermöglichen.
Aktuelles
Was die Gentherapie heute kann
Neue Subgruppen beim Sjögren-Syndrom ermöglichen Prognose zu Lymphomrisiko
T-Zellen beim Morbus Sjögren unter der Lupe
Morbus Cushing: Fortschritte und offene Fragen
Schwerpunkthemen
Fortbildungen und CME
Antiseptische Therapie bei Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut
Hörstörungen im Kleinkind- und Vorschulalter: Mythen und Stolpersteine in der Einschätzung des Hörvermögens
Pankreaskarzinom - Diagnose und aktuelle Therapieansätze
Die nächsten Fortbildungen
Die kontinuierliche berufsbegleitende Aktualisierung medizinischer Kenntnisse und beruflicher Kompetenz gehören zum ärztlichen Selbstverständnis.
Hausarzt-Kolleg: Was Sie heute tun, macht morgen den Unterschied: Diabetes, Adipositas und Impfen im Fokus
Lunch Break CME
Lunch Break CME
Expertenrunde #gutbehandeln
Seltene Erkrankungen erkennen und gezielt behandeln
In der EU gilt eine Krankheit als selten, wenn nicht mehr als fünf von 10.000 Menschen betroffen sind. Doch die schiere Zahl – geschätzt 6.000 bis 8.000 verschiedene seltene Erkrankungen – macht deutlich, dass diese Patientinnen und Patienten im klinischen Alltag durchaus präsent sind. Rund 80 Prozent der Rare Diseases haben eine genetische Ursache, viele verlaufen chronisch, progredient oder lebensbedrohlich.
