Wie Sie die richtige MFA suchen und finden
Kündigt eine MFA, dauert es meist einige Wochen, bis eine passende Nachfolge gefunden ist. Oft sei die Personalsuche „für beide Seiten frustrierend“, weiß Dr. Oliver A. Schmidt, Gründer der MFA-Jobbörse, was er vor allem an unübersichtlichen Portalen mit unfairen Preisen festmacht. „Jetzt reicht’s, das machen wir besser“, sagten sich deshalb der niedergelassene Arzt und sein Team und gründeten die MFA-Börse.
Dass sich auch bei den MFA der klassische Bewerbungsprozess längst umgedreht hat, ist dem Kardiologen aus Wetzlar längst klar. Eher müssten sich die Arbeitgeber „bei den Bewerbenden bewerben“, meint er. Zwar würden viele MFA für die richtige Stelle wechseln wollen, scheuten sich aber vor der klassischen Bewerbung mit Lebenslauf und Anschreiben, „solange sie noch nicht wissen, ob es überhaupt passt“, so der Kollege. Diese Hürde nimmt seine Plattform den MFA nun ab. Eine Praxis nehme bei Interesse „von sich aus Kontakt auf, diskret und ohne Druck.“
Arbeitgeber schalten zuvor ihre reguläre Stellenanzeige, die 60 Tage lang online sichtbar ist und zusätzlich im wöchentlichen Jobnewsletter per Mail an interessierte MFA ausgespielt wird. Die Praxen können zudem über einen Menüpunkt mit (über-)regionaler Filterfunktion (Postleitzahl plus Umkreissuche) alle aktiven, auch die anonymen, Stellengesuche einsehen.
Auf großen Jobportalen geht einzelne MFA unter
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Als bevorzugte Quelle auswählenDie „bundesweite und kammerübergreifende Sichtbarkeit“ der MFA-Börse sei u. a. den Jobbörsen der Ärztekammern geschuldet, die oft an die jeweilige Landesärztekammer gebunden und damit regional begrenzt seien. Dabei könne eine MFA-Stellenanzeige auf der Seite der Landesärztekammer Hessen durchaus auch für eine Fachkraft interessant sein, die in Mainz wohnt, erklärt der Kardiologe. Solche „Ländergrenzen und Reichweitenlücken“ löse seine Plattform nun auf.
Deren Inhalte fokussiere ausschließlich auf MFA. Bei den großen Portalen wie Indeed oder StepStone hingegen gingen sie „als eine von tausenden Berufsgruppen“ unter, meint Dr. Schmidt. Mittlerweile erreiche er über 21.000 aktive Medizinische Fachangestellte über die eigenen Social-Media-Kanäle (Facebook, Instagram, WhatsApp, LinkedIn). Zusätzliche Werbeschaltungen auf Social Media gebe es allerdings nicht.
Genaue Zahlen, wie viele MFA über seine Börse schon erfolgreich vermittelt wurden, könne er bisher nicht nennen, so der Kardiologe, arbeite mit seinem Team aber daran. Aus Datenschutzgründen verzichte man bewusst auf Tracking. Zudem seien Arbeitgeber nicht verpflichtet, ihnen eine erfolgte Einstellung zurückzumelden.
Die Bewerbungspakete sind nach Arbeitgeberstruktur gestaffelt. Eine kleine Einzelpraxis zahlt demnach weniger als „ein großes Klinikum oder ein Dax-Konzern“, erläutert er. MFA können die Jobbörse kostenfrei nutzen, Praxen zahlen lediglich für die aktive Anzeigenschaltung. Die erste Anzeige ist 14 Tage kostenlos, danach sind 6,65 Euro pro Tag fällig. „Die MFA-Börse ist vollständig werbefrei und vermittelt keine provisionsbasierten Fortbildungen. Wir verdienen ausschließlich an den Anzeigen selbst, nicht an den MFA“, sagt der Gründer.
Auf der Webseite finden Praxen auch hilfreiche Bewerbungstipps, etwa für die perfekte Stellenanzeige. Inzwischen empfiehlt der Bundesverband Niedergelassener Kardiologen Dr. Schmidts Plattform, die offen ist für alle Fachrichtungen und Arbeitgeber, die MFA beschäftigen.