Beiträge zum Thema Allgemeinmedizin – Alle Beiträge

KV streicht meine Hausarzt-Pauschale
praktischer Arzt, Kurarzt,
Bad Füssing:
Ich bin als praktischer Arzt und Kurarzt tätig. Meine KV bezahlt für Kurgäste, also mit Wohnsitz auswärtige Patienten, keine Hausarztpauschale mehr. Um dies abrechnungstechnisch eindeutig zu machen, soll ich die Leistungen für diese Patienten auf Vertreterschein abrechnen. Welche Meinung haben Ihre Experten?

Diabetiker ohne Herzschmerz koronar screenen?

Nach Schlaganfall die Pille erlauben?
Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe,
Schwarzenberg:
Ist es möglich, einer jetzt 20-jährigen Patientin bei Zustand nach Anlage eines zentralen aortopulmonalen Shunts 1994 wegen Pulmonalatresie mit Ventrikelseptumdefekt und Kleinhirninfarkt 1992 eine Pille zu verschreiben? Die Patientin stellte sich nicht wegen Verhütungsfragen bei mir vor, sondern wegen ausgeprägter Acne papulopustulosa (vom Hautarzt austherapiert) und mit Analgetika nicht zu beeinflussender Dysmenorrhoe. Von Seiten des behandelnden Internisten wurde das Risiko der Pilleneinnahme bzgl. des Herzvitiums als kalkulierbar eingeschätzt, zumal die wichtigsten Thrombophiliefaktoren keine Auffälligkeiten zeigen. Kann man dies auch auf den Hirninfarkt beziehen und eine Mikropille mit antiandrogener Komponente, wie z.B. Belara® oder Valette®, rezeptieren? Wie sieht es später bzgl. eines evtl. Kinderwunsches bei dieser Patientin aus? (Unserem Konsiliarius lagen die ausführlichen Krankenunterlagen der Patientin vor.)

HRT nach Mammakarzinom erlaubt?
Eine 58-jährige Patientin wünscht eine Hormonersatztherapie (HRT), da sie an ausgeprägten klimakterischen Beschwerden leidet. Bei der Patientin war 1989 eine Tumorexstirpation mit nachfolgender Ablatio Mammae/Axilladissektion/Radiatio durchgeführt worden. Diagnose: invasiv-duktales Mammakarzinom pT1a, N0 (0/33 LK) M0, Hormonrezeptoren positiv. Z.n. Ablatio Mammae rechts 12/89, Z.n. Radiatio der Thoraxwand, Mastopathie I nach Prechtel, Z.n. Hysterektomie. Nach der Primärbehandlung erfolgte keine adjuvante Therapie. Kann auf Grund der rezidivfreien 13 Jahre nun das Risiko einer HRT mit z.B. transdermaler Östrogensubstitution eingegangen werden, oder ist ein Versuch mit Phytoöstrogenen sinnvoller? Wie verändert sich das statistische Risiko einer Neu- bzw. Wiedererkrankung bezüglich des Mammakarzinoms?

Zukunft mit mehr Transparenz
