Insomnie bei Schmerzkranken

Die bidirektionale Beziehung zwischen Schmerz und Schlaf

Deutscher Schmerzkongress 2026
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Stand: 
|Lesezeit: 4 Min
Hyperalgesie durch Schlafmangel: Bereits eine Nacht ohne Schlaf führt zu messbarer Überempfindlichkeit gegenüber Schmerzen.

Chronische Schmerzen beeinträchtigen praktisch alle Lebensbereiche, selbstverständlich auch den Schlaf. Umgekehrt wirkt sich eine gestörte Nachtruhe auf die Entwicklung und die Intensität von Schmerzen aus.

Das Leitsymptom von Schlafstörungen ist der nicht erholsame Schlaf, erklärte die psychologische Psychotherapeutin Dr. Anke Diezemann-Prößdorf vom DRK Schmerz-Zentrum Mainz. Als chronisch gelten die Störungen, wenn sie über mehr als drei Monate mindestens dreimal pro Woche auftreten. Sie können klinisch relevantes Leid verursachen und soziale, berufliche oder andere Bereiche beeinträchtigen. Zu den häufigsten Formen zählen die Insomnie mit Ein- und Durchschlafstörungen, frühmorgendlichem Erwachen sowie schlechter Schlafqualität und die Hypersomnie mit Tagesschläfrigkeit.

Schlechter Schlaf erhöht die Gefahr für chronische Schmerzen

Sehr häufig betroffen sind Patientinnen und Patienten mit chronischen Schmerzen. In einer Metaanalyse litten etwa drei Viertel der Schmerzkranken unter einer gestörten Nachtruhe. Die Zusammenhänge sind bidirektional, wie u. a. Studien zur Migräne gezeigt haben. Das heißt: Schmerzen führen zu Schlafstörungen, aber Schlafstörungen verstärken auch Schmerzen, wobei Letzteres laut Dr. Diezemann-Prößdorf sogar die größere Bedeutung hat.

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