Postoperatives Managament nach Ösophagogastrektomie

Nach ösophagogastrischer Resektion: Wie sieht die richtige Nachsorge aus?

Aus der Fachliteratur
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|Lesezeit: 4 Min
Vielen Komplikationen nach Ösophagogastrektomie kann durch Endoskopie auf den Grund gegangen werden.

Nach krebschirurgischen Resektionen am oberen Gastrointestinaltrakt treten häufig Symptome auf, die die Lebensqualität der Betroffenen empfindlich einschränken können. Im EUROSTAR-Konsensus wurden nun Empfehlungen zum postoperativen Management dieser Probleme ausgesprochen.

Irreversible anatomische sowie funktionelle Veränderungen im oberen Gastrointestinaltrakt, die nach größeren Operationen wie der Resektion eines Ösophaguskarzinoms zurückbleiben, kommen bisher in der postoperativen Standardnachsorge zu kurz. Ein multidisziplinäres Experten-Panel aus zehn europäischen Ländern hat einen Konsensusreport mit Empfehlungen zu Diagnostik, Monitoring und Behandlung von solchen Problemen publiziert.

Säurereflux nach Speiseröhren-OP: PPI als Erstlinie, H2-Blocker als Option

Da eine Ösophagektomie natürliche Barrieren zerstört, leiden viele Operierte unter Säurereflux, erkennbar an retrosternalem Brennen und/oder Regurgitation. Empfohlen werden allgemeine Gegenmaßnahmen, wie Nahrungs-Trigger und späte Mahlzeiten zu vermeiden oder mit erhöhtem Kopfende zu schlafen. Auch das Timing von Medikamenten muss auf die Mahlzeiten abgestimmt werden. Als Erstlinienmedikation wird eine empirische Therapie mit Protonenpumpenhemmern (PPI) empfohlen. Zusätzlich können auch H2-Rezeptorantagonisten eingesetzt werden. Vor einer säuresupprimierenden Medikation kann der Reflux endoskopisch oder durch pH-Metrie bestätigt werden. Auch das klinische Ansprechen auf eine probatorische Säuresuppression kann wegweisend sein.

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