Herpes zoster (Gürtelrose)

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Varicella-Zoster-Virus (VZV) kann zwei verschiedene klinische Krankheitsbilder verursachen: Bei exogener Erstinfektion manifestiert sich die Erkrankung als Varizellen (Windpocken) und bei endogener Reaktivierung als Herpes zoster (Gürtelrose). Das Virus aus der Familie der Herpesviridae ist neben dem Herpes-simplex-Virus 1 und 2 das dritte humanpathogene Alpha-Herpesvirus. Außerhalb des Körpers kann es in Abhängigkeit von den Umgebungsbedingungen, insbesondere im feuchten Milieu für einige Tage seine Infektiosität bewahren. VZV besitze die Fähigkeit, trotz Antikörperbildung in den in den Gliazellen der Spinalganglien lebenslang zu persistieren. Bei Störungen der Immunlage kann es dann zur endogenen Reaktivierung in Form des Herpes zoster kommen. Bis zu 25 % der teilimmunen Erwachsenen kommt es einmal im Leben zu dieser Zweimanifestation – meist im höheren Alter.    Herpes zoster ist nicht so ansteckend wie Windpocken – infektiös ist hier nur der Bläscheninhalt. Eine Abdeckung der Bläschen stellt somit einen guten Schutz dar. Von einem Herpes zoster der Mutter geht auch keine Gefahr für das ungeborene Kind aus. Der Zoster tritt aufgrund der nachlassenden zellulären Immunität vorzugsweise bei älteren Menschen auf. Eine weitere Risikogruppe sind Patienten mit Immunschwäche, wie z.B. bei :

  • Mailgnomen

  • Leukämien

  • M. Hodgkin

  • AIDS

  • zytostatischer oder immunsuppressiver Therapie

Auch Sonneneinwirkung, Stress und Traumata können eine Gürtelrose begünstigen.    Herpes zoster kann grundsätzlich auch bei Personen auftreten, die mit einem Lebendimpfstoff gegen Varizellen geimpft wurden. Geimpfte erkranken jedoch 3 bis 12-mal seltener an Herpes zoster und die Erkrankung verläuft tendenziell milder. Mit ca. 350 000 Fällen pro Jahr allein in Deutschland gehört der Zoster zu den häufigsten Viruserkrankungen der Haut.