Digitale Versorgung bei Brustkrebs

Barmer und Charité starten digitalen Behandlungsbegleiter

Pressemitteilung – Barmer
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Digitale Stütze im Kampf gegen Brustkrebs: Der neue Versorgungspfad von Barmer und Charité begleitet Patientinnen durch alle Therapiephasen.

Ein neuer digitaler Versorgungspfad der Barmer soll Brustkrebs-Patientinnen ab Ende des Jahres begleiten. Gemeinsam mit der Charité wird er medizinische Betreuung und organisatorische Hilfen bündeln.

Rund 75.000 Frauen erkranken in Deutschland jedes Jahr an Brustkrebs. Um den Versorgungsalltag dieser Patientinnen zu erleichtern, entwickelt die Barmer zusammen mit der Charité Berlin den digitalen Behandlungsbegleiter Brustkrebs. Der Pfad soll Betroffene über Diagnose, Therapie und Nachsorge hinweg begleiten – integriert in die App eCare der Krankenkasse.

„Mit dem digitalen Brustkrebs-Pfad rücken wir Frauengesundheit ein Stück weiter in den Fokus einer geschlechtersensiblen Versorgung“, so die stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Barmer, Simone Schwering. Das Ziel sei, medizinische, organisatorische und emotionale Unterstützung miteinander zu verknüpfen, um Patientinnen in einer belastenden Lebensphase besser zu begleiten.

Der Versorgungspfad bildet wichtige Stationen der Behandlung ab – vom Krankenhausaufenthalt über die Chemotherapie bis in die Phase der Nachsorge. Über die App erhalten Versicherte Informationen zu Krankenkassenleistungen, etwa zur Fahrkostenerstattung, zum Krankengeld oder zur Beantragung von Hilfsmitteln.

Kooperation bündelt Service und medizinische Expertise

Ein besonderer Mehrwert entsteht durch die Einbindung der Charité, die ein medizinisches Monitoring für Patientinnen mit metastasiertem Brustkrebs integriert. Symptome können strukturiert erfasst und bei Bedarf direkt an die behandelnden Ärztinnen und Ärzte übermittelt werden. „Der digitale Pfad soll die ärztliche Behandlung nicht ersetzen, sondern sinnvoll ergänzen“, betonte Schwering.

Bereits heute bietet die Barmer jährlich rund 500 Betroffenen eine persönliche Beratung im Rahmen des Programms „Versorgungslotse Brustkrebs“ an. Mit dem digitalen Konzept wird dieses bisher limitierte Angebot erheblich ausgeweitet. So könnten künftig Tausende Patientinnen gleichzeitig begleitet werden – unabhängig von Wohnort und Versorgungsstruktur.

Die Teilnahme ist freiwillig und kostenlos. Nach einer bestätigten Brustkrebsdiagnose informiert die Barmer betroffene Versicherte über die App oder postalisch über die Möglichkeit der Teilnahme. Der Pfad läuft in der Regel über vier Jahre, anschließend werden alle Daten gelöscht.

Weitere digitale Pfade sind in Planung

Die Krankenkasse plant, das Konzept perspektivisch auf andere Erkrankungen zu übertragen. Weitere digitale Versorgungspfade sind unter anderem für Patientinnen und Patienten mit Prostatakrebs sowie für Eltern krebskranker Kinder in Vorbereitung.

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