Vitamin D3 beim metastasierten CRC

Viel hilft nicht viel

Aus der Fachliteratur
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Vitamin D3: Die zehnfache Dosierung erreichte beim mCRC keinen zusätzlichen PFS-Vorteil.

4.000 IU Vitamin D3 täglich brachten mCRC-Patient:innen unter Chemotherapie keinen Vorteil gegenüber der Standarddosis. Immerhin schien die Hochdosistherapie gleichermaßen verträglich.

Die Vitamin-D-Supplementation von 400 IU täglich auf eine Erhaltungsdosis von 4.000 IU täglich zu erhöhen, bringt mCRC-Patient:innen keinerlei klinischen Nutzen ‒ zu diesem Ergebnis kamen Forschende um Prof. Dr. Kimmie Ng, Dana-Farber Cancer Institute, Boston. Im Rahmen der Phase-3-Studie SOLARIS verglichen sie die beiden Dosen bei Erkrankten mit metastasiertem CRC, die eine Standardchemotherapie in der Erstlinie durchliefen. Die Patient:innen erhielten mFOLFOX6 oder FOLFIRI plus Bevacizumab und eine der beiden genannten Dosierungen eines Vitamin-D3-Präparats.

Gegenüber der Standarddosis konnte hochdosiertes Vitamin D3 das progressionsfreie Überleben nicht signifikant verlängern (p = 0,25). Patient:innen der Prüfgruppe lebten mit median 11,8 Monaten vs. 10,3 Monaten nur marginal länger ohne Progress. Genauso wenig gab es signifikante Vorteile in der Ansprechrate (51 % vs. 44 %) oder beim Gesamtüberleben (mOS 25,6 Monate vs. 27,0 Monate). In einer Subgruppenanalyse schienen am ehesten jene mit linksseitigem Primarius bzw. ECOG 0 zu profitieren.

Es zeigten sich laut den Autor:innen ebenfalls keine klinisch bedeutsamen Unterschiede bei den häufigsten Ereignissen vom Grad ≥ 3, inklusive Neutropenie und Hypertonie. Die höhere D3-Dosis ging nicht mit einer höheren Inzidenz Vitamin-D-assoziierter Toxizitäten einher. Diese gab es in beiden Armen insgesamt selten.

Ng K et al. JAMA 2026; doi: 10.1001/jama.2026.9350

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