Kolonkarzinom

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Dieses Kolonkarzinom wurde endoskopisch im Rektosigmoid entdeckt.

Das kolorektale Karzinom stellt bei Männern die dritthäufigste und bei Frauen die zweithäufigste Tumordiagnose dar. Kolonkarzinome machen insgesamt etwa 8 % aller malignen Tumoren aus. Es erkranken überwiegend ältere Menschen, das mediane Diagnosealter liegt bei 70–75 Jahren. Besonders Personen mit genetischen Risikofaktoren (z. B. Lynch-Syndrom, Familiäre Adenomatöse Polyposis) können aber auch deutlich jünger erkranken. Dank Fortschritten bei Diagnostik und Therapie ist die krankheitsbezogene Sterblichkeit in den vergangenen zehn Jahren gesunken.

Histologisch liegt bei über 95 % der Patient:innen ein Adenokarzinom vor, eher selten sind neuroendokrine Tumoren, Lymphome, Sarkome und Plattenepithelkarzinome. Zur Abgrenzung zwischen Kolon- und Rektumkarzinom gibt es unterschiedliche Definitionen: Die UICC definiert Rektumkarzinome als Tumoren, deren Unterrand bei der Messung mit dem starren Rektoskop maximal 16 cm von der Anokutanlinie entfernt ist. Weiter proximal gelegene Karzinome bis einschließlich der Ileozökalklappe werden als Kolonkarzinom definiert. Der ESMO Consensus schlägt eine neue Definition unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Messergebnisse in den bildgebenden Verfahren vor.

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