Rome V bei Reizdarmsyndrom: Digitale Therapieoptionen im multidisziplinären Behandlungskonzept
Rome V bei Reizdarmsyndrom: Digitale Therapieoptionen im multidisziplinären Behandlungskonzept
Die neuen Rome V-Kriterien stärken die patientenzentrierte und multidisziplinäre Behandlung von Störungen der Darm-Hirn-Interaktion (Disorders of Gut-Brain Interaction, DGBI). Neben aktualisierten Diagnosekriterien rücken sie das individuelle Beschwerdebild stärker in den Fokus.1
Eine zentrale Rolle spielt dabei das Zusammenspiel biologischer, psychologischer und sozialer Faktoren. Entsprechend gewinnen Therapieansätze an Bedeutung, die gezielt an der Darm-Hirn-Interaktion ansetzen. Dazu zählen auch Darm-Hirn-Verhaltenstherapien (Brain-Gut Behavior Therapies), die als Bestandteil einer integrierten Versorgung bei DGBI eingesetzt werden können. 1
Multidisziplinär behandeln
Die Behandlung von DGBI wie dem Reizdarmsyndrom (RDS) ist multidisziplinär und richtet sich an den individuellen Beschwerden und Bedürfnissen der Patient:innen aus.1
Eine fundierte Diagnostik und Aufklärung sowie eine gute therapeutische Beziehung erlauben eine bessere Symptomkontrolle, eine höhere Therapietreue und eine geringere Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen. 1
Je nach Beschwerdebild können folgende Therapiebausteine kombiniert werden:
Ernährungsberatung: beispielsweise individuell ausgewählte Ernährungsempfehlungen oder eine Low-FODMAP-Diät
Pharmakotherapie: orientiert an den vorherrschenden beziehungsweise besonders belastenden Symptomen
Darm-Hirn-Verhaltenstherapien: gezielte Beeinflussung der Darm-Hirn-Interaktion
Für die Therapieplanung sind vor allem die individuell belastendsten Symptome relevant. Auf dieser Grundlage lassen sich Behandlungsziele gemeinsam festlegen und Therapieentscheidungen treffen. 1
Darstellung des stufenweisen Therapieansatzes bei Darmerkrankungen, aufgebaut als Pyramide mit den Bausteinen: Diagnose und Aufklärung, Ernährungsberatung, Pharmakotherapie, Darm-Hirn-Verhaltenstherapie, multidisziplinärer Ansatz, adaptiert nach Corsetti et al. 2026, Rome V.
Darm-Hirn-Verhaltenstherapie als Teil des Behandlungskonzepts
Zu den Darm-Hirn-Verhaltenstherapien gehören:
kognitive Verhaltenstherapie (KVT),
darmgerichtete Hypnotherapie,
achtsamkeitsbasierte Interventionen sowie
expositionsbasierte Verfahren. 1
Rome V berücksichtigt ausdrücklich auch digitale Therapieoptionen zur Vermittlung psychologischer Interventionen bei RDS. Diese können einen gut zugänglichen Zugang zu Darm-Hirn-Verhaltenstherapien ermöglichen. Gleichzeitig unterstreicht die Leitlinie, dass die individuellen Bedürfnisse, der psychische Gesundheitszustand und mögliche Risiken der Patientinnen und Patienten bei der Auswahl berücksichtigt werden sollten.1
Für die Versorgung in Deutschland steht mit den Digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA) ein regulierter Zugang zu digitalen Therapieangeboten zur Verfügung. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) prüft gelistete Anwendungen unter anderem auf Sicherheit, Funktionalität, Datenschutz, medizinische Qualität und positive Versorgungseffekte.
Digitale Therapie bei RDS: Cara Care für Reizdarm
Cara Care für Reizdarm ist die erste und bislang einzige dauerhaft im DiGA-Verzeichnis gelistete Anwendung für RDS. Die App unterstützt Betroffene und kann den ärztlichen Beratungsaufwand langfristig reduzieren.2
Die DiGA kann budgetneutral verordnet werden und belastet weder das Arznei- noch das Heilmittelbudget. Gesetzliche Krankenkassen und die meisten privaten Krankenversicherungen übernehmen die Kosten. Klinische Studien zeigen eine signifikante und klinisch relevante Symptomreduktion.2
Mehr Informationen zu Cara Care für Reizdarm
Referenzen:
1. Corsetti M et al. Bowel Disorders. Gastroenterology. 2026;170:1261-1282.
2. DiGA-Verzeichnis: Cara Care für Reizdarm, Information für Fachkreise. Unter: https://diga.bfarm.de/de/verzeichnis/01346/fachkreise (abgerufen am 30.09.2026).
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Die neuen Rome V-Kriterien stärken die patientenzentrierte und multidisziplinäre Behandlung von Störungen der Darm-Hirn-Interaktion (Disorders of Gut-Brain Interaction, DGBI). Neben aktualisierten Diagnosekriterien rücken sie das individuelle Beschwerdebild stärker in den Fokus.1
Eine zentrale Rolle spielt dabei das Zusammenspiel biologischer, psychologischer und sozialer Faktoren. Entsprechend gewinnen Therapieansätze an Bedeutung, die gezielt an der Darm-Hirn-Interaktion ansetzen. Dazu zählen auch Darm-Hirn-Verhaltenstherapien (Brain-Gut Behavior Therapies), die als Bestandteil einer integrierten Versorgung bei DGBI eingesetzt werden können. 1
Multidisziplinär behandeln
Die Behandlung von DGBI wie dem Reizdarmsyndrom (RDS) ist multidisziplinär und richtet sich an den individuellen Beschwerden und Bedürfnissen der Patient:innen aus.1
Eine fundierte Diagnostik und Aufklärung sowie eine gute therapeutische Beziehung erlauben eine bessere Symptomkontrolle, eine höhere Therapietreue und eine geringere Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen. 1
Je nach Beschwerdebild können folgende Therapiebausteine kombiniert werden:
Ernährungsberatung: beispielsweise individuell ausgewählte Ernährungsempfehlungen oder eine Low-FODMAP-Diät
Pharmakotherapie: orientiert an den vorherrschenden beziehungsweise besonders belastenden Symptomen
Darm-Hirn-Verhaltenstherapien: gezielte Beeinflussung der Darm-Hirn-Interaktion
Für die Therapieplanung sind vor allem die individuell belastendsten Symptome relevant. Auf dieser Grundlage lassen sich Behandlungsziele gemeinsam festlegen und Therapieentscheidungen treffen. 1
Darstellung des stufenweisen Therapieansatzes bei Darmerkrankungen, aufgebaut als Pyramide mit den Bausteinen: Diagnose und Aufklärung, Ernährungsberatung, Pharmakotherapie, Darm-Hirn-Verhaltenstherapie, multidisziplinärer Ansatz, adaptiert nach Corsetti et al. 2026, Rome V.
Darm-Hirn-Verhaltenstherapie als Teil des Behandlungskonzepts
Zu den Darm-Hirn-Verhaltenstherapien gehören:
kognitive Verhaltenstherapie (KVT),
darmgerichtete Hypnotherapie,
achtsamkeitsbasierte Interventionen sowie
expositionsbasierte Verfahren. 1
Rome V berücksichtigt ausdrücklich auch digitale Therapieoptionen zur Vermittlung psychologischer Interventionen bei RDS. Diese können einen gut zugänglichen Zugang zu Darm-Hirn-Verhaltenstherapien ermöglichen. Gleichzeitig unterstreicht die Leitlinie, dass die individuellen Bedürfnisse, der psychische Gesundheitszustand und mögliche Risiken der Patientinnen und Patienten bei der Auswahl berücksichtigt werden sollten.1
Für die Versorgung in Deutschland steht mit den Digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA) ein regulierter Zugang zu digitalen Therapieangeboten zur Verfügung. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) prüft gelistete Anwendungen unter anderem auf Sicherheit, Funktionalität, Datenschutz, medizinische Qualität und positive Versorgungseffekte.
Digitale Therapie bei RDS: Cara Care für Reizdarm
Cara Care für Reizdarm ist die erste und bislang einzige dauerhaft im DiGA-Verzeichnis gelistete Anwendung für RDS. Die App unterstützt Betroffene und kann den ärztlichen Beratungsaufwand langfristig reduzieren.2
Die DiGA kann budgetneutral verordnet werden und belastet weder das Arznei- noch das Heilmittelbudget. Gesetzliche Krankenkassen und die meisten privaten Krankenversicherungen übernehmen die Kosten. Klinische Studien zeigen eine signifikante und klinisch relevante Symptomreduktion.2
Mehr Informationen zu Cara Care für Reizdarm
Referenzen:
1. Corsetti M et al. Bowel Disorders. Gastroenterology. 2026;170:1261-1282.
2. DiGA-Verzeichnis: Cara Care für Reizdarm, Information für Fachkreise. Unter: https://diga.bfarm.de/de/verzeichnis/01346/fachkreise (abgerufen am 30.09.2026).
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