Dengue

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Die tagaktiven Aedes-Stechmücken können beim Blutsaugen Dengue-Viren übertragen. In den Endemiegebieten ist Mückenschutz daher auch tagsüber unverzichtbar.

Dengue (Dengue‑Fieber) – Symptome, Diagnostik, Therapie

Dengue ist eine durch Viren verursachte Tropenkrankheit, die weltweit zu den häufigsten durch Mücken übertragenen Infektionskrankheiten zählt. Erreger sind vier verschiedene Serotypen des Dengue-Virus (DENV-1, DENV-2, DENV-3, DENV-4), die zur Familie der Flaviviridae gehören. Die Übertragung erfolgt in erster Linie durch den Stich infizierter Stechmücken der Gattung Aedes, vor allem durch die Gelbfiebermücke Aedes aegypti. Lokal können auch andere Stechmückenspezies relevant sein, etwa Aedes albopictus, die Asiatische Tigermücke.

Die Zahl der weltweit gemeldeten Dengue-Virus-Infektionen beträgt laut WHO mehr als 14 Mio. Fälle pro Jahr mit mehr als 12.000 dengue-assoziierten Todesfällen. Die tatsächliche globale Krankheitslast dürfte allerdings um ein Vielfaches höher liegen und wird auf 100 bis 400 Mio. Infektionen pro Jahr geschätzt.

Endemiegebiete liegen vor allem in den tropischen und subtropischen Regionen Asiens und des Mittleren Ostens, auf den pazifischen Inseln, in Lateinamerika, der Karibik und Teilen Afrikas. Auch in den USA (Hawaii, Texas, Florida) und Südeuropa (Südfrankreich, Kroatien, Italien, Spanien) sind bereits authochthone Fälle aufgetreten.

In Deutschland wird Dengue ausschließlich als importierte Infektion diagnostiziert, derzeit insbesondere bei Reiserückkehrenden aus Südostasien, Lateinamerika und der Karibik. Die Fallzahlen sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen.