Anzeige

Rome V-Kriterien veröffentlicht: Empfehlung für STW 5 und STW 5-II

Mit freundlicher Unterstützung von

Die neuen Rome V-Kriterien und Leitlinien der Rome Foundation nennen erstmals STW 5 und STW 5-II als evidenzbasierte First-Line-Therapieoptionen bei funktioneller Dyspepsie (FD).1 STW 5 und STW 5-II werden bereits in der deutschen S1-Leitlinie zu FD als First-Line-Therapieoption empfohlen sowie in der S3-Leitlinie zum Reizdarmsyndrom aufgeführt und sind somit in allen relevanten Leitlinien als evidenzbasierte Therapieoptionen genannt.2,3

Die Autorinnen und Autoren von Rome V begründen die Empfehlung mit der guten Evidenzlage, die zeigt, dass pflanzliche Präparate auf die multifaktorielle Pathogenese zielen und damit die multiplen FD-Symptome wirksam bekämpfen können.1

Rome V: Mehr Fokus auf DGBI

Die kürzlich veröffentlichten Rome V-Kriterien legen den Schwerpunkt auf einen patient*innenzentrierten und biologisch fundierten Ansatz bei Diagnose und Behandlung von Disorders of Gut-Brain-Interaction (DGBI, Störungen der Darm-Hirn-Achse). Die neue Version der renommierten Leitlinien basiert auf Erkenntnissen von 144 Expertinnen und Experten aus 27 Ländern. Rome V betont eine multimodale, individualisierte Versorgung, einschließlich diätetischer Maßnahmen, PPI, Prokinetika, Phytotherapeutika und Neuromodulatoren sowie psychotherapeutische Verfahren wie z.B. Verhaltenstherapien.1

Differenziertere Betrachtung von FD

Die Rome V-Kriterien unterscheiden bei der funktionellen Dyspepsie nun eindeutiger zwischen zwei Subtypen der FD: dem Postprandialen Distress-Syndrom (PDS) und dem Epigastrischen Schmerzsyndrom (EPS). Diese unterscheiden sich durch den Zusammenhang der Beschwerden mit den Mahlzeiten. Symptome innerhalb von zwei Stunden nach dem Essen werden dem PDS zugeordnet, während das EPS durch Schmerzen oder Brennen unabhängig von Mahlzeiten definiert ist.1

STW 5 und STW 5-II – jetzt in allen zentralen Leitlinien verankert

Die Aufnahme von STW 5 und STW 5-II in die Rome V-Kriterien basiert auf der umfangreichen klinischen Evidenz. Damit ist belegt, dass evidenzbasierte Phytotherapien auf die multifaktorielle Pathogenese zielen und die multiplen FD-Symptome wirksam angehen können.1

Die Wirkung von STW 5 und STW 5-II setzt an verschiedenen Stellen im Gastrointestinaltrakt gleichzeitig an. Dieser Multi-Target-Ansatz ist auf die gezielte Kombination mehrerer Heilpflanzenextrakte zurückzuführen.4 Individuelle und multimodale Therapiekonzepte bei FD sollten auch Ernährungsmanagement und verhaltenstherapeutische Maßnahmen mit einschließen.2,3 In diesem Rahmen sind STW 5 und STW 5-II durch die belegte Symptomlinderung eine relevante medikamentöse Therapieoption.4,5,6

Referenzen

1.    Törnblom H et al. Gastroduodenal Disorders. Gastroenterology. 2026. 170(6):1240–1260.

2.    Storr M et al. S1-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Neurogastroenterologie und Motilität (DGNM) zur funktionellen Dyspepsie (Reizmagen), einer Disorder of Gut-Brain Interaction (DGBI). Zeitschrift für Gastroenterologie. 2025. 63(4):403-422. 

3.    Layer P et al. Update S3-Leitlinie Reizdarmsyndrom: Definition, Pathophysiologie, Diagnostik und Therapie des Reizdarmsyndroms der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) und der Deutschen Gesellschaft für Neurogastroenterologie und Motilität (DGNM). Zeitschrift für Gastroenterologie. 2021. 59(12):1323-1415.

4.    Abdel-Aziz H, et al. Planta Med 2017;83(14-15):1130-1140.

5.    Gundermann KJ et al. Advances in therapy. 2003. 20(1):43–49.

6.    Melzer J et al. Alimentary pharmacology & therapeutics. 2004. 20(11-12):1279–1287.


Navigation

Zurück zur Übersicht »

Behandeln Sie Patient*innen mit Reflux oder Reizmagen?

Wirken Sie mit bei der Rekrutierung für unsere nächsten DiGA-Studien!

Klicken Sie hier für mehr Informationen.