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DGIM 2026: DiGA erweitern leitliniengerechte RDS-Therapie

Lesezeit: 2 Min
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Anlässlich des 132. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) beleuchteten Professorin Miriam Stengel und Professor Martin Storr im Rahmen des Bayer-Symposiums „Die aktuellen Leitlinien für funktionelle Dyspepsie und Reizdarmsyndrom in der Praxis“ aktuelle Behandlungsansätze für Reizdarmsyndrom (RDS) und funktionelle Dyspepsie (FD). Neben klassischen Therapiestrategien rückte insbesondere die wachsende Bedeutung digitaler Unterstützungsmöglichkeiten im Kontext einer leitliniengerechten Versorgung in den Fokus.

Leitliniengerechte Behandlung mit einer DiGA

Professor Martin Storr, Starnberg, thematisierte in seinem Vortrag den Stellenwert Digitaler Gesundheitsanwendungen (DiGA) in der leitlinienkonformen Therapie des RDS. Diese können ärztlich verordnet werden und unterstützen Patientinnen und Patienten sowohl beim Monitoring als auch beim aktiven Management ihrer Erkrankung.

Seit ihrer Einführung im Jahr 2020 haben sich DiGA laut dem DiGA-Bericht des GKV-Spitzenverbandes zunehmend in der Versorgung etabliert.1

Auch eine spontane Umfrage per Handzeichen von Prof. Storr unter den anwesenden Ärztinnen und Ärzten bestätigte diesen Trend: Rund die Hälfte der Teilnehmenden gab an, bereits eine DiGA verordnet zu haben – eine deutliche Zunahme im Vergleich zu früheren Erhebungen, wie Professor Storr betonte.

Entlastung im Praxisalltag

Neben dem Nutzen für Patientinnen und Patienten bieten DiGA auch Vorteile für den ärztlichen Alltag: „Ärztinnen und Ärzte werden durch derartige strukturierte Selbstmanagement-Programme im Praxisalltag entlastet“, betont Storr.

Für die Indikation RDS ist die DiGA Cara Care für Reizdarm als erste und bislang einzige Anwendung dauerhaft im DiGA-Verzeichnis gelistet.2 Die App unterstützt Betroffene bei der Behandlung und dem Management des RDS und kann gleichzeitig den ärztlichen Beratungsaufwand langfristig entlasten.

Durch die dauerhafte Zulassung des BfArM kann die DiGA budgetneutral verordnet werden und hat somit keinen Einfluss auf das Arznei- oder Heilmittelbudget. Die Kosten werden von allen gesetzlichen Krankenkassen und den meisten privaten Krankenversicherungen übernommen, sodass für Patientinnen und Patienten keine zusätzlichen Kosten entstehen.2

Digitale Tools gewinnen in der medizinischen Versorgung zunehmend an Bedeutung. Insbesondere evidenzbasierte DiGA, wie Cara Care für Reizdarm, sind eine gute und verlässliche Ergänzung der Therapie bei RDS.

Literatur:
1. DiGA-Bericht des GKV-Spitzenverbandes 2025, Bericht über die Inanspruchnahme und Entwicklung der Versorgung mit Digitalen Gesundheitsanwendungen, Berichtszeitraum: 01.09.2020–31.12.2025
2. DiGA-Verzeichnis: Cara Care für Reizdarm, Information für Fachkreise. Unter: https://diga.bfarm.de/de/verzeichnis/01346/fachkreise (abgerufen am 30.04.2026).


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