Was tun, wenn das Kind Bauchschmerzen hat?

Für Kinder ist es oft schwierig ihre Beschwerden korrekt einzuordnen und zu benennen. „Bauchweh“ kann zum Überbegriff für Völlegefühl, Bauchkrämpfe, Blähungen, Sodbrennen und Übelkeit werden – Symptome, die auch bei funktionellen Magen-Darm-Erkrankungen auftreten können. Kinderkrankentage und häufige Besuche in der kinderärztlichen Praxis, sowie Krankmeldungen in der Schule können den familiären Alltag der jungen Betroffenen und deren Eltern zusätzlich belasten. Oft wird eine pharmazeutische Behandlung als notwendig erachtet, jedoch gibt es bislang keine Standardtherapie für funktionelle Magen-Darm-Beschwerden.1

Eine nicht interventionelle Studie zeigt: Kinder mit funktionellen Magen-Darm-Beschwerden können von einer Behandlung mit Iberogast® Classic (STW 5) profitieren

Die prospektive Anwendungsbeobachtung untersuchte die Veränderung der Symptomstärke (anhand des adaptierten Gastrointestinalen Symptom Scores, GIS), den globalen Behandlungseffekt, sowie die Verträglichkeit von STW 5, bei 980 Kindern im Alter von 3 bis 14 Jahren (Durchschnittsalter: 7,6 Jahre) mit funktionellen Magen-Darm-Erkrankungen. Die Mehrheit der Teilnehmer und Teilnehmerinnen (43 Prozent) litt unter einem Reizdarmsyndrom (nach Rome III-Kriterien) oder anderen funktionellen Magen-Darm-Beschwerden (26 Prozent).1 Während der maximal einwöchigen Behandlungszeit sank der GIS um durchschnittlich 76 Prozent (12,3 ± 8,1 Punkte) von 16,1 Punkten zu Behandlungsbeginn auf 3,8 Punkte zu Studienende. Die Verbesserung der Symptome war in allen Indikationen, Altersgruppen (3-6/7-14 Jahre) und Geschlechtern vergleichbar, was auf eine konsistente Effektivität in verschiedenen Subgruppen hinweist. Betroffene mit einer geringeren Beschwerde-Dauer zu Beginn der Therapie hatten am Ende der Therapie eine geringere Symptomlast.1

Globaler Behandlungseffekt: effektiv und gut verträglich

Der globale Behandlungseffekt wurde von 87-89 Prozent der Behandelten und deren Eltern sowie Ärzten und Ärztinnen als gut bis sehr gut bewertet.1 Auch die Verträglichkeit wurde gut beurteilt: 95 Prozent der Ärzte und Ärztinnen stuften sie als gut bis sehr gut ein. Während der Behandlung traten nur bei sieben von insgesamt 980 Teilnehmenden (0,7 Prozent) Nebenwirkungen auf. Diese waren nicht schwerwiegend.1 Es zeigte sich eine gute Vergleichbarkeit der erhobenen GIS-Werte und deren Veränderung aus dem Behandlungsalltag dieser heterogenen pädiatrischen Patientenpopulation mit den Daten aus kontrollierten klinischen Studien mit Erwachsenen, was die Belastbarkeit dieser Daten bestätigt.1 Die Autoren und Autorinnen folgerten aus diesen Daten, dass STW 5 eine effektive und gut verträgliche Behandlungsoption für Kinder mit funktioneller Magen-Darm-Erkrankung sein kann.1

Phytopharmaka mit Multi-Target-Wirkung – breit aufgestellt gegen Bauchschmerzen

Aufgrund der Heterogenität der Symptomatik, sowie die ebenso vielfältigen Optionen bezüglich der Pathogenese gibt es für die Behandlung von funktionellen Magen-Darm-Erkrankungen bislang keine Standardtherapie.1 Darüber hinaus sind die zugelassenen Therapieoptionen bei Kindern mit funktioneller Magen-Darm-Erkrankung im Vergleich zu Erwachsenen deutlich begrenzter. Phytopharmaka mit Multi-Target-Wirkung wie STW 5 können eine sinnvolle Therapieoption für Kinder sein.2 Bestehend aus neun wirkstarken Heilpflanzenextrakten, die einzeln aktiv sind und in Kombination eine synergistische, sich gegenseitig verstärkende Wirkung zeigen, kann es an verschiedenen Punkten im Verdauungstrakt ansetzen und so verschiedene Beschwerden gleichzeitig lindern.3,4 STW 5 zählt heute zu den meist-erforschten pflanzlichen Arzneimitteln und ist seit über 60 Jahren auf dem Markt. Studien und Erhebungen bei über 40.000 Kindern im Alter von 3-14 Jahren belegen die Verträglichkeit und Sicherheit des Präparats.1,5-7

Literatur:
1.    Radke M, et al. Complement Ther Med. 2022;71:102873.
2.    Symposium "Von Bauchgefühl bis (Schul-)Stress: Effektiv und evidenzbasiert behandeln" der Bayer Vital GmbH, 10. September 2022, im Rahmen des hybriden Kongresses für Kinder und Jugendmedizin.
3.    Nieber K, et al. Planta Med. 2012;78(11):1086.
4.    Abdel-Aziz H, et al. Planta Med. 2017;83(14-15):1130-40.
5.    Ottillinger B, et al. Wien Med Wochenschr. 2013;163:65-72.
6.    Gundermann K-J, et al. Päd. 2004;10:1-6.
7.    Leichtle K. “Experience Reports on the Use of Iberogast® in Children over a time range of 20 years.” Steigerwald Arzneimittelwerk GmbH, 1999

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