Im Zentrum stehen chronische Nierenerkrankungen (CKD), die oft schleichend beginnen und unbehandelt bis zum terminalen Nierenversagen führen können. Diabetes mellitus und arterieller Hypertonus gelten als die Hauptrisikofaktoren; auch Glomerulonephritiden, polyzystische Nierenerkrankungen und vaskulitische Prozesse spielen eine wichtige Rolle. Die Diagnostik fußt auf Laborparametern wie Kreatinin, geschätzter glomerulärer Filtrationsrate (eGFR) und Albuminurie, ergänzt durch bildgebende Verfahren wie die Sonografie. Therapeutisch stehen neben der kausalen Behandlung der Grunderkrankung nephroprotektive Strategien im Fokus: Blutdruck- und Blutzuckereinstellung, Einsatz von RAAS-Hemmern, SGLT2-Inhibitoren und modernen Substanzklassen. Bei fortgeschrittener Niereninsuffizienz werden Nierenersatzverfahren wie Hämodialyse, Peritonealdialyse oder Nierentransplantation lebensnotwendig. Aktuelle Leitlinien betonen den Stellenwert der Früherkennung und der interdisziplinären Versorgung – auch kardiorenal-metabolische Zusammenhänge rücken zunehmend in den Fokus.