Mitraten und Aufschlauen:
frisches Fachwissen rund um DGBI
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Was ändert sich mit den neuen Rome V-Kriterien zu DGBI? Beantworten Sie die Fragen rund um Diagnose und Therapie von funktioneller Dyspepsie (FD) und Reizdarmsyndrom (IBS, Irritable Bowel Syndrome) und erfahren Sie in zwei Quizrunden mehr über die aktuellen Empfehlungen.
Die neuen Kriterien der Rome Foundation1 erweitern den therapeutischen Rahmen von Störungen der Darm-Hirn-Achse (DGBI, Disorders of Gut-Brain Interaction). Der Schwerpunkt liegt auf einem patient*innenzentrierten Ansatz für Diagnose und Behandlung.
In unserem Wissens-Quiz erfahren Sie kurz und kompakt mehr zu den wichtigsten Neuerungen und zum Stellenwert von STW 5 und STW 5-II für die medikamentöse Therapie. Ganz nach dem Prinzip „Learning by Doing“. Wenn Sie sich dennoch vorher ein wenig einlesen möchten, finden Sie hier einige Infos aufbereitet. Viel Spaß beim Entdecken!
Testen Sie ihr Wissen zu den aktuellen Empfehlungen:
Reizdarmsyndrom: Kriterien und Subtypen
Neue Leitsymptome und andere Klassifikationen: Die folgenden Fragen beschäftigen sich mit den wichtigsten Updates zum Reizdarmsyndrom.
Lernbotschaft
Validierungs- und epidemiologische Studien zeigten, dass die strengeren Rome-IV-Kriterien (Bauchschmerz ≥ 1 Tag/Woche und Ausschluss von „Diskomfort") mit einer deutlichen Abnahme der IBS-Prävalenz einhergingen und eher Patient:innen mit stärker ausgeprägter Symptomatik identifizierten. Daher wurde in Rome V abdominaler Diskomfort wieder in die diagnostischen Kriterien aufgenommen und die erforderliche Symptomfrequenz von abdominalem Schmerz auf ≥ 3 Tage/Monat in den letzten 3 Monaten abgesenkt. Ziel war es, eine Population abzubilden, die der klinischen Realität besser entspricht, nachdem die Rome-IV-Kriterien die Prävalenz von etwa 10 % auf 4 % reduziert hatten.
Lernbotschaft
Die IBS-Subtypisierung erfolgt anhand der vorherrschenden Stuhlform an Tagen mit auffälligem Stuhlgang (Bristol-Stuhlformskala): IBS-C (überwiegend hart, Typ 1–2), IBS-D (überwiegend weich/wässrig, Typ 6–7), IBS-M (gemischt) und IBS-U (nicht klassifizierbar). Wichtig: Der Subtyp kann über die Zeit wechseln, und Symptome fluktuieren. Die Subtypisierung dient der gezielten Therapiesteuerung – nicht als starres Etikett.
Lernbotschaft
IBS ist eine DGBI und wird positiv über wiederkehrende Bauchschmerzen definiert, die mit der Defäkation und/oder einer Änderung von Stuhlfrequenz bzw. -form assoziiert sind – bei fehlender organischer Erklärung und einem Symptombeginn vor ≥ 6 Monaten mit aktiven Beschwerden in den letzten 3 Monaten. Der Schmerz (nicht „Diskomfort") ist das Leitsymptom. Eine positive, symptombasierte Diagnose mit gezielter, sparsamer Basisdiagnostik ist tragfähig; Studien zeigen eine sehr niedrige Rate später aufgedeckter organischer Erkrankungen.
Lernbotschaft
STW 5 (Iberogast® Classic) ist u. a. zur Behandlung funktioneller und motilitätsbedingter Magen-Darm-Erkrankungen einschließlich des Reizdarmsyndroms zugelassen. Sein Multi-Target-Prinzip (prokinetisch, spasmolytisch, antientzündlich, mukosaprotektiv) passt zum heterogenen IBS-Symptomspektrum mit Schmerz, Blähungen und gestörter Motilität. Damit eignet es sich als Therapieoption innerhalb eines individualisierten, am Symptomspektrum orientierten Vorgehens.
Lernbotschaft
Für STW 5 liegen kontrollierte Studiendaten mit Besserung des Reizdarmsymptomkomplexes vor; die breiteste Evidenzbasis besteht jedoch für die Funktionelle Dyspepsie. Sicherheitsseitig bestehen Kontraindikationen in Schwangerschaft/Stillzeit, bei Kindern < 3 Jahren und bei bestehenden oder vorhergehenden Lebererkrankungen. Eine ärztliche Nutzen-Risiko-Abwägung ist erforderlich.
Fazit
Die aktualisierten Rome V-Leitlinien rücken eine patient*innenzentrierte, biologisch fundierte Therapie von DGBI stärker in den Fokus.²
Funktionelle Dyspepsie: Symptome und Therapie
Welche Symptome sind typisch und welche Behandlungsoptionen eignen sich? Die folgenden Fragen beleuchten verschiedene Aspekte von FD im Kontext von Rome V.
Lernbotschaft
ROME V definiert FD durch das Vorliegen von mindestens einem der folgenden, als belastend empfundenen Symptome: postprandiales Völlegefühl , frühe Sättigung, epigastrischer Schmerz oder epigastrisches Brennen – bei fehlender organischer, metabolischer oder systemischer Erklärung und einem Symptombeginn vor mindestens 6 Monaten. Neu in ROME V: Die Diagnose wird stärker an die subjektive Beeinträchtigung (Bothersomeness) geknüpft und explizit von GERD-Symptomen abgegrenzt . Die Diagnose ist klinisch – eine Routineendoskopie ist kein zwingender erster Schritt.
Lernbotschaft
PDS-typische Symptome sind postprandiales Völlegefühl und frühe Sättigung – beide mahlzeitgetriggert. Der negative organische Befund bei einer Symptomdauer von ≥ 6 Monaten (hier: 8 Monaten) mit aktiven Symptomen in den letzten 3 Monaten erfüllt die ROME V-Kriterien vollständig. Die Fallvignette schult die alltägliche Subtypisierung in der Praxis.
Lernbotschaft
ROME IV führte das DGBI-Konzept (Disorders of Gut-Brain Interaction) ein und verankerte die Darm-Hirn-Interaktion als pathophysiologische Grundlage. ROME V baut darauf auf und geht weiter: Der Begriff „funktionell" wird minimiert, wo er stigmatisierend wirken kann. Neu integriert sind soziale Determinanten der Gesundheit, geschlechtsspezifische Aspekte und ein explizit multidisziplinärer Therapieansatz – Phytotherapeutika mit enteraler Wirkung fügen sich in diesen breiteren Rahmen ein.
Lernbotschaft
STW 5-II (Iberogast® Advance, 6-Kräuter-Kombination) wirkt über ein pleiotropes Wirkprofil: prokinetisch (Förderung der Magenentleerung), spasmolytisch (Fundusrelaxation) sowie antientzündlich und mukosaprotektiv. Dieser Multi-Target-Ansatz entspricht der multifaktoriellen Pathophysiologie der DGBI.
Lernbotschaft
Im Rome-V-Konsensus werden für verschiedene Phytotherapeutika, darunter STW 5 und STW 5-II, placebo-kontrollierte Studien mit einer Überlegenheit gegenüber Placebo bei funktioneller Dyspepsie beschrieben. Sowohl STW 5 als auch STW 5-II eignen sich als Therapieoption für beide Subtypen der FD (Postprandiales Distress-Syndrom, PDS und Epigastrisches Schmerzsyndrom, EPS).
Fazit
In Rome V werden STW 5 und STW 5-II erstmals ausdrücklich als evidenzbasierte First-Line-Therapieoptionen bei funktioneller Dyspepsie (FD) genannt.1 Im zweiten Teil des Quiz steht das Reizdarmsyndrom im Fokus – die neuen Fragen erscheinen in Kürze!
Referenzen
1. Törnblom H et al. Gastroduodenal Disorders. Gastroenterology. 2026. 170(6):1240–1260.
2. Corsetti M et al. Bowel Disorders. Gastroenterology. 2026. 170(6):1261-1282.
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Funktionelle Dyspepsie: Symptome und Therapie
Welche Symptome sind typisch und welche Behandlungsoptionen eignen sich? Die folgenden Fragen beleuchten verschiedene Aspekte von FD im Kontext von Rome V.
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In Rome V werden STW 5 und STW 5-II erstmals ausdrücklich als evidenzbasierte First-Line-Therapieoptionen bei funktioneller Dyspepsie (FD) genannt.1 Im zweiten Teil des Quiz steht das Reizdarmsyndrom im Fokus – die neuen Fragen erscheinen in Kürze!
Referenzen
1. Törnblom H et al. Gastroduodenal Disorders. Gastroenterology. 2026. 170(6):1240–1260.
2. Corsetti M et al. Bowel Disorders. Gastroenterology. 2026. 170(6):1261-1282.
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