Beiträge zum Thema Medizin – Alle Beiträge

Rettungsdienst wird ausgedünnt
Wir leben in einer ländlichen Gemeinde. Weil sie nicht in der vorgeschriebenen Zeit von 15 Minuten vom Rettungswagen erreicht werden kann, hat der Rettungsdienst einen Vertrag mit mir abgeschlossen. Je Einsatz fließt eine Einsatzpauschale, ein Rettungswagen (RTW) ist in meiner Nachbarschaft stationiert. Mir wurde nun mitgeteilt, dass ich nicht mehr alarmiert werde, es sei denn, der Notarzt der nächsten Stadt sei nicht verfügbar. Der Rettungsdienst möchte damit Kosten sparen. Praktisch bedeutet das, dass ein RTW meistens innerhalb von 15 Minuten, der Notarzt aber erst 15 bis 30 Minuten nach Alarmierung am Einsatzort ist. Liegt da nicht ein sog. Organisationsverschulden des Dienstes vor, wenn jemand geschädigt wird?

Zinsen verlangen?
Arzt für Allgemeinmedizin,
Töging:
Kann man gegen eine um drei Monate später als üblich zugestellte KV-Abrechnung Widerspruch erheben und Zinsen einfordern? Die KV begründet mit Schreiben vom 18.4.2001 ihr Verhalten damit, dass die "Umsetzung der bundesweiten Vorgaben sowie der gesamtvertraglichen Änderungen die Bearbeitung verzögert habe. Ich sehe dies als hausgemachtes Problem der KV, das nicht dazu berechtigt, etwa 20 %25 des Honoraranteils für drei Monate zurückzuhalten.

Was hilft außer D-Ribose?
Arzt für Neurologie und Psychiatrie,
Viersen:
Bei meiner 45-jährigen Patientin wurde 1999 eine MADA-Mangel-Myopathie diagnostiziert, aber keine Therapieempfehlung gegeben. Auf Grund ihrer eigenen Internetrecherche hat sie eine Behandlung mit D-Ribose durchgeführt - mit relativ gutem Erfolg. D-Ribose muss eine bestimmte Qualität haben und ist sehr teuer. Gibt es Erfahrungen über andere Therapiekonzepte oder besteht doch die Chance einer Kostenerstattung von D-Ribose durch die Krankenkassen?

In Sohnemanns Praxis weiter arbeiten?
Arzt für Allgemeinmedizin,
Leiferde:
Mein Vater und ich betreiben eine allgemeinmedizinische Gemeinschaftspraxis. Ende dieses Jahres endet nun auf Grund des Alters (68 J.) die Kassenzulassung meines Vaters. Er ist nach wie vor „fit“ und würde gerne noch ein oder zwei Jahre weiterarbeiten. Der Bezirk ist bzgl. Kassensitzen nicht gesperrt und Ende des Jahres hört ein weiterer Kollege unseres Dienstringes auf, ohne dass ein Nachfolger in Sicht wäre. Welche Möglichkeit gibt es, meinen Vater doch noch „mitmachen“ zu lassen? Kann er bei mir Assistent sein? Hat die KV eventuell doch Spielraum in Hinblick auf eine zu dünne Arztdichte, doch noch eine Ermächtigung für ihn auszusprechen? Kann er mich vertreten?

Warum bluten diese Unterschenkel?
Gefäßklinik,
Ulm-Blaustein:
Unsere Patientin klagt über regelmäßig wiederkehrende Veränderungen am Unterschenkel, die ganz kurzfristig innerhalb von zwei bis drei Tagen entstehen und nur in der warmen Jahreszeit, aber nicht bei Licht- oder Sonnenexposition auftreten. Das Blut laufe ihr dann die Beine herunter, es bestehen jedoch kein Juckreiz oder Schmerzen. Innerhalb von einigen Tagen klingen die Veränderungen wieder von alleine ab. Im Bereich des oberflächlichen und tiefen Venensystems fanden wir keinen pathologischen Befund. Was ist es?

Triggern Infekte das Rezidiv?
Internist, Bremen:
Mein 34-jähriger Patient hat nach antibiotisch behandelter Toxoplasmose chorioretinale Narben in beiden Augen zurückbehalten. Ansonsten ist der klinische Status unauffällig. Der serologische Befund spricht für eine zurückliegende Infektion. Kann es im Rahmen banaler und/oder stärkerer fieberhafter Infekte zu einem erneuten Ausbruch der Toxoplasmose kommen und muss ich deshalb eventuell prophylaktisch antibiotisch behandeln?

Direkt nach EBM abrechnen?
Wie kann ich die Versendung eines Erstrezeptes berechnen, wenn nach mehrwöchiger Stuhlbebrütung auf Grund des Ergebnisses eine Therapie notwendig wird und der Patient nicht wieder einbestellt wird. Kann ich den Versand von Allergiepässen und schriftlichen Hinweisen zur Erkrankung abrechnen? Was tun, wenn die Quartalsgrenze überschritten wurde und keine Chipkarte vorliegt - Ersatzverfahren? Hintergrund meiner Fragen ist, dass die Patienten sehr lange Anfahrtswege haben.

Arznei privat verordnen?
Ist ein Arzt berechtigt, ein Arzneimittel auf Privatrezept zu verordnen, wenn seine Richtgrößen überschritten sind oder Budgetüberschreitung droht? Es handelt sich um ein Privatrezept über ein Makrolid (ca. 50 DM) und ein Rezept über ein Cephalosporin (ca. 100 DM) wegen weiterhin therapieresistenter Sinusitis.

Mammut-Regress abwehren
Ich erhielt ein Schreiben der KV Thüringen betreffs eines Arzneimittelregresses zugesandt. Die Richtgrößenüberschreitung für das Jahr 1999 beträgt 36 %25 oder rund 195 000 DM! Praxisbesonderheiten, die ich eventuell geltend machen könnte, sind: relativ hoher Rentneranteil, viele insulinpflichtige Diabetiker, Betreuung von Patienten im Pflegeheim, Behandlung mit Immunsuppressiva. Ich bitte Sie um Rat bezüglich des weiteren Vorgehens.

Gibt es Rettung für meinen Sohn?
Mein sechsjähriger Sohn wurde bereits dreimal wegen Myositis ossificans disseminata progressiva operiert. Die Wucherungen kommen immer sehr schnell wieder. Nach der letzten Op. entstanden die Wucherungen auch in der Knie- und Hüftgegend. Wie kann man dem Kind helfen?

Für Ex-Chef noch Berichte pinseln?
Internist, Wassenberg:
Nach dem Ende meines Arbeitsverhältnisses in der Klinik und eigener Niederlassung wurde ich von meinem ehemaligen Chef aufgefordert, noch 84 Entlassungsberichte zu diktieren, die ich während der üblichen Arbeitszeit nicht hatte bewältigen können. Hat die Klinik rechtliche Möglichkeiten, dies zu verlangen?

Welche Therapie braucht das Prostata-Ca im Alter?
Arzt für Innere Medizin,
Villingen-Schwenningen:
Gibt es signifikante Unterschiede hinsichtlich der Lebensqualität und -dauer bei chirurgischer, konservativer oder medikamentöser Therapie eines Prostatakarzinoms bei Patienten über 70 Jahre?