AOK: Klinikprüfung wird zur Farce

Abrechnung und ärztliche Vergütung , Kassenabrechnung Autor: Michael Reischmann

2017 waren 56 % aller geprüften Abrechnungen fehlerhaft. © Have a nice day – stock.adobe.com

Die vom BMG geplante Novellierung der Prüfung von Klinikabrechnungen halten GKV-Verbände für nicht akzeptabel.

Die Ersatzkassen monieren, dass die Prüfquote von heute rund 17 % auf 10 % ab 2020 begrenzt werden soll. Strafabschläge für Falschabrechnen werden auf 1500 Euro gedeckelt. „So werden Prüfungen vollends zur Farce“, meint der Chef des AOK-Bundesverbandes, Martin Litsch. „Damit stehen Sanktion und Ertrag einer Upcodingstrategie in keinem Verhältnis mehr. Es ist mit massiven Verwerfungen zu rechnen.“ Litsch schlägt vor, nur eine Stichprobe der Rechnungen zu prüfen und das Ergebnis auf die gesamte Abrechnungssumme hochzurechnen.

2017 waren 56 % aller geprüften Abrechnungen fehlerhaft. Die Häuser mussten 2,8 Mrd. Euro zurückzahlen.

Quelle: Presseinfos von AOK-BV und vdek