Was quält diesen jungen Mann?

Frage an die Kollegen Autor: Dr. Gerd Specht

Wer kann Dr. Gerd Specht bei seinem Patienten helfen? © Fotolia/Maxisport

Dr. Gerd Specht, Internist aus München, bittet um Mithilfe bei folgendem Fall. 

Einer meiner Patienten ist 30 Jahre alt, 185 cm groß, 82 kg schwer, mit gut ausgebildeter, kräftiger Muskulatur. Mit 15 Jahren musste er Tennis als Leistungssport wegen Schulterschmerzen am Schlagarm aufgeben. Nach zahlreichen Arztbesuchen lautete die Diagnose: Hypermobiles Schultergelenk. Wiederholte Physio­therapie, Krankengymnastik, Massagen und Reizstrombehandlung brachten keine wesentliche Verbesserung.

Seit zehn Monaten hat er einen "Mausarm" beidseits, bei ganztägiger Tätigkeit am Laptop. Deswegen ist er lange krankgeschrieben. Trotz Krankengymnastik, Kortison-Injektionen, Akupunktur, Massagen, Übungen, lokaler Salbentherapie und temporärer Ruhigstellung gibt es immer noch keine Abheilung.

Das Hauptproblem: Bereits bei geringer Belastung treten Muskelzerrungen auf. Oftmals genügt schon ein größerer Schritt dafür, um Schmerzen für drei und mehr Wochen hervorzurufen. Bei erneutem Sport, trotz vorherigem Aufwärmen, kommt es erneut zu Schmerzen an den schon vorher betroffenen Stellen. Der Patient hat deswegen schon ein Jahr lang auf Sport verzichtet. Skifahren allerdings geht noch, wegen der weicheren Bewegungsabläufe.

Der Mann leidet sehr unter den Einschränkungen. Er liebt Tennis und Fußball und kann beides nicht mehr ausüben. Ja, er kann noch nicht mal joggen, ohne sich eine neue Zerrung zuzuziehen. Es wäre schön, wenn sich ein Kollege findet, der Hinweise auf eine mögliche Ursache und Therapie geben kann.