Kliniken Probleme mit der Entlassmedikation

Patientenmanagement

Weniger als die Hälfte der Befragten waren in der Lage, ihre Entlassmedikamente zutreffend zu benennen. Weniger als die Hälfte der Befragten waren in der Lage, ihre Entlassmedikamente zutreffend zu benennen. © sdecoret - stock.adobe.com

Nach einem Krankenhausaufenthalt kennen die wenigsten Patienten die verordneten Arzneimittel, die sie künftig einnehmen sollen. Das birgt die Gefahr, dass sie die Medikamente nicht verschreibungsgerecht anwenden und im schlimmsten Fall unwissentlich ihre Gesundheit gefährden.

Das zeigt eine Studie mit 179 Patienten. Etwas weniger als die Hälfte der Befragten, 48 %, waren in der Lage, ihre Entlassmedikamente zutreffend zu benennen. Von im Entlassbrief neu empfohlenen Arzneimitteln zur ambulanten Weiterbehandlung wurden nur 11 % zutreffend benannt. 

Darunter waren auch Medikamente, die ein hohes Risiko für unerwünschte Arzneimittelwirkungen bergen. In Bezug auf neu empfohlene Arzneimittel im Entlassbrief konnte in nur 8 % der Anwendungsgrund und in 6 % der Fälle die Wirkstärke zutreffend benannt werden. 

Die Aushändigung eines vollständigen, aktualisierten Medikationsplans bei Entlassung sei daher eine wichtige qualitätssichernde Maßnahme, um die Patientensicherheit an Behandlungsübergängen sicherzustellen, folgern die Autoren.

Quelle:
Freyer J et al. (2016) Dtsch Med Wochenschr 141(15): e150–e156

Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf doctors.today publiziert.