App-Test: Embryotox

e-Health , Apps und Internet Autor: Konstantin Meyer

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Ibuprofen zur Schmerzstillung in der Schwangerschaft? Welches Antiallergikum in der Stillzeit? Gewissheit schafft eine App der Charité Berlin.

In der Schwangerschaft und Stillzeit gilt es, besonders auf die Auswahl der Medikamente zu achten. Nicht selten schleicht sich Unsicherheit in Hinblick auf die Gesundheit von Mutter und Kind ein. Sicherheit schafft hier das Pharmakovigilanzzentrum für Embryonaltoxikologie der Charité Berlin. Das Institut wird gemeinsam vom Land Berlin und Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) finanziert und arbeitet unabhängig von anderen Interessengruppen.

Welche Medikamente in der Schwangerschaft?

Neben der persönlichen Anfrage zur Therapiesicherheit in Schwangerschaft und Stillzeit, ist auch die Webpräsenz eine feste Größe zum Thema. Wer es zudem kompakt und offline wünscht, kann auf die kostenlose App für iOS und Android zurückgreifen.


Nachdem akzeptieren der Nutzungshinweise, erreicht man die Startseite der App. Tippt man hier auf den Button „Wirkstoffe / Medikamente“ erscheint eine Vorauswahl gemäß der Anfangsbuchstaben der gesuchten Präparate. Ist der entsprechende Buchstabe gewählt, gelangt man in eine alphabetische Auflistung der Medikamente, zu denen Informationen vorliegen. Aktuell ist dies für über 400 Wirkstoffe und mehr als 1000 Produktnamen der Fall.

Therapiesicherheit für Mutter und Kind

Ist das Präparat gefunden, erhält man zunächst einführende Informationen zu Handelsnamen, Wirkweise und Indikationen. Darauf folgt die Einschätzung zur Verwendung in der Schwangerschaft unterteilt für das ersten bis dritten Trimenon, sowie Angaben zum Erfahrungsumfang im Einsatz des Medikaments. Ergänzt werden die Informationen durch Empfehlungen zu möglichen Konsequenzen bei Einnahme, sowie zum Vorgehen bei Planung einer Schwangerschaft. 


Gleiches gilt für die Anwendung in der Stillzeit. Auch hier liefert die Datenbank solide Fakten zum Thema. Besonders hilfreich: Geeignete Alternativpräparate werden für die jeweilige Indikation mit aufgelistet. Die Datenbank wird auf Wunsch kostenlos und automatisch aktualisiert.


Fazit: Fundierte und verlässliche Informationen zeichnen die App der Charité aus und sind eine klare Empfehlung für das Smartphone. Lediglich die Bedienerfreundlichkeit und die Suchfunktion lassen Spielraum für Verbesserungen zu.

iOS - Apple App StoreAndroid - Google Play Store

 


Startbildschirm der App Embryotox

 


Alphabetische Suchfunktion der Arzneinamen

 


Detailierte Informationen zu den gewählten Medikamenten

Getestet wurde die Version Embryotox 1.1 unter iOS 8.0.2 auf dem iPhone 4S. Impressum vorhanden.