Mehr Aufmerksamkeit durch die Arbeitsgemeinschaft Hausärztliche Internisten

Niederlassung und Kooperation Autor: Isabel Aulehla

Hausärztliche Internisten verschaffen ihren Interessen innerhalb der DGIM durch eine AG Aufmerksamkeit. © REDPIXEL – stock.adobe.com

Mehr als ein Viertel aller Hausärzte ist Internist. Seit einem Jahr setzt sich die AG Hausärztliche Internisten in der DGIM für ihre Belange ein.

Die hausärztlichen Internisten wurden in der DGIM lange vernachlässigt – erst seit 2018 sind sie innerhalb der Fachgesellschaft in einer Arbeitsgemeinschaft organisiert. Die Kernaufgabe der AG ist die Interessenvertretung innerhalb der DGIM. In verschiedenen Kommissionen bringen die Mitglieder die Perspektive der Haus­ärzte ein, z.B. in den Ressorts „Klug entscheiden in der haus­ärztlichen Praxis“ und „Digitale Medizin“.

Auf dem DGIM-Kongress 2019 veranstaltete die AG bereits ein eigenes Symposium, für 2020 sind zusätzlich zwei wissenschaftliche Symposien in Kooperation mit der DEGAM geplant. Darüber hinaus hat die AG begonnen, die Fortbildungsangebote um speziell hausärztliche Themen zu erweitern.

Für die Zukunft haben die Mitglieder klare Ziele: „Wir würden uns gerne wissenschaftlich vermehrt engagieren, z.B. durch das Erstellen einer Leitlinie zum Thema Präventionsmedizin“, meint Dr. Eva Hintz, die Sprecherin der AG. Weitere personelle Unterstützung würde der Arbeitsgemeinschaft dabei helfen. Vielen niedergelassenen Internisten sei jedoch nicht bewusst, dass sich die Mitarbeit für sie lohne. Die DGIM hofft, dass sich dies noch ändert. „Ich höre von vielen Hausärzten: ‚Wir haben keine Zeit.‘ Dabei ist das Zeitaufbringen für sie sehr profitabel und wichtig für ihre künftige Arbeit“, sagte Professor Dr. Ulrich Fölsch, Generalsekretär der DGIM, zu Medical Tribune im Video-Interview zum DGIM-Kongress.

125. Internistenkongress: Digitalisierung und Zukunft der Medizin

Quelle: DGIM Jahrestagung 2019