Jedes dritte MVZ macht Verluste

Gesundheitspolitik Autor: Maya Hüss

Gewinne werden meist in städtischen Gebieten erzielt. © Fotolia/fotogestoeber

Arzt, Klinik oder Kommune – wer erwirtschaftet mit einem MVZ am wenigsten?

Ungefähr ein Drittel der 376 vom Zentralinstitut für die kassenärztlichen Versorgung (Zi) online befragten MVZ hatte im Jahr 2016 mit Verlusten zu kämpfen.

Unter den vertragsärztlich geleiteteten MVZ machten rund 6 % Verluste. Bei den von einem Krankenhaus oder einer Kommune geleiteten Zentren waren es 42 %, die ein ein Minus auswiesen. Dabei kommt es laut Zi nicht allein auf die Frage des Trägers an, auch der Standort spielt eine Rolle. 74 % der in Städten angesiedelten MVZ erzielten einen Gewinn.

Auf die Frage, warum überhaupt ein MVZ gegründet wurde, antworteten jeweils rund 80 % mit, um „die Position am ambulanten Markt zu erweitern“ und um „Synergieeffekte zu nutzen“. Gut jedes vierte MVZ gab als Begründung die „Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit“ an.

Es zeigte sich zudem, dass – unabhängig von der Trägerschaft – die haus­ärztlichen Abteilungen am stärks­ten in den MVZ vertreten sind.