Retter und Helfer besser vor Gewalt schützen

Gesundheitspolitik Autor: Maya Hüss

Bundesärztekammer fordert Solidarität der Bürger ein. © Fotolia/Brian Jackson

Die „Bluttat von Offenburg“ ist ein trauriger Höhepunkt von Angriffen auf Ärzte und Angehörige anderer Gesundheitsberufe, stellt die Bundesärztekammer fest. Sie fordert mehr Schutz.

„Ärztinnen und Ärzte sind Retter und Helfer. Sie verdienen für ihre Arbeit Respekt, Unterstützung und vor allem Schutz vor jeglicher Form verbaler und körperlicher Gewalt“, heißt es in einer Resolution des Vorstandes der BÄK. Er gedachte in seiner Sitzung der Opfer des Angriffs auf eine Arztpraxis in Offenburg und verurteilte die Tat vom 16. August, bei der ein Arzt erstochen und eine Praxismitarbeiterin verletzt wurde, scharf.

In Praxen, bei Hausbesuchen, bei Rettungseinsätzen oder in den Notfallambulanzen – immer wieder komme es dort zu Gewalt gegen Ärzte und andere Angehörige von Gesundheitsberufen. Dieser sei vorzubeugen, etwa mit Aufklärungskampagnen. „Gewaltprävention fängt bereits damit an, dass der Arbeit von Ärzten die Anerkennung entgegengebracht wird, die sie verdient“, betont die BÄK. Die Sicherheit von Ärzten und Helfern sei unverzichtbare Voraussetzung der Gesundheitsversorgung.

Arzt mit Messer getötet, Praxismitarbeiterin verletzt

Die BÄK fordert die Solidarität aller Bürger ein. „Jeder Einzelne ist gefordert, jeglicher Form von Gewalt, soweit es die Situation und die eigene Sicherheit zulassen, entgegenzutreten.“

Gegen den mutmaßlichen Täter von Offenburg, einen 26-jährigen Somalier, der nahe des Tatorts rasch festgenommen wurde, ist Haftbefehl wegen Mordes erlassen worden. Die Hintergründe der Tat sind allerdings weiterhin unklar.