Umfrageergebnis: Gesundheitsministerium bei der CDU lassen!

Gesundheitspolitik Autor: Michael Reischmann

Ministervorschläge per Fax. MT-Leser machten bei dem Spaß mit. © MT-Archiv

Keine Experimente! So haben sich die meisten Ärzte entschieden, die bei der (augenzwinkernden) MT-Umfrage mitgemacht haben und verrieten, wen sie sich als künftige Spitze des Bundesgesundheitsministerums wünschen.

Die ersten Notizen zu den Themen Gesundheit und Pflege bei den Sondierungsgesprächen von CDU, CSU, FDP und Grünen fielen übersichtlich aus. Eine „integrierte und sektor­übergreifende Bedarfsplanung“ will man angehen, sowie Digitalisierung, Notfallversorgung und Verbesserungen bei der Geburtshilfe. Gesprochen wird über Krankenhausinvestitionen, die Zahl der Medizinstudienplätze, die Unabhängigkeit des MDK, den Versandhandel sowie die Stärkung der Patientenrechte. Gedanken machen sich die möglichen Jamaikaner über die GKV-Finanzierung, z.B. zur Parität von Arbeitnehmer- und Arbeitgerbeiträgen und zum Morbi-Risikostrukturausgleich. Auch die Versorgung mit medizinischem Cannabis bzw. die „legale kontrollierte Abgabe von Cannabis generell“ ist im Fokus.

„Meine Frau hat mehr soziale Kompetenz als die meisten Politiker“

Welcher Politiker erscheint nun geeignet, diese wichtigen Vorhaben als Gesundheitsminister umzusetzen? Bei unserer wahrlich nicht-repräsentativen MT-Umfrage (Ausgabe Nr. 43) fanden die beiden ersten Vorschläge den größten Zuspruch: Amtsinhaber Hermann Gröhe (CDU) und die Ärztin Dr. Ursula von der Leyen (CDU, z.Zt. Verteidigungsministerin) erhielten jeweils gut 27 % der auswert­baren Leser-Stimmen (leider waren nicht alle Faxe lesbar). Eine gewisse Neigung der Ärzteschaft zu den Liberalen dürfte sich für Katja Suding ausgewirkt haben. Obwohl die FDP-Poltikerin fern der Gesundheitspolitik aktiv ist, entfielen 18 % der Antworten auf sie. Als „2. Wahl“ kann sich ein MT-Leser auch die Rückkehr von Dr. Philipp Rösler (FDP) vorstellen. Und mit 9 % Zustimmung hielt sogar Dr. Anton Hofreiter (!) das Niveau der Grünen von der Bundestagswahl.

Doch warum auf diese Profi-Politiker setzen? Medizinischer Sachverstand tut einer Ministeriumsführung sicherlich gut. In diesem Sinne schlägt ein Kollege sich selbst vor. Und ein anderer kann seine Ehefrau wärmstens empfehlen, „weil sie nach über 25 Jahren ärztlicher Tätigkeit im Krankenhaus und der Allgemeinmedizin weiß, was wirklich in der Medizin abgeht, und mehr soziale Kompetenz hat als die meisten Politiker“. Auch Medical Tribune meint: Jawohl, so jemand wäre richtig für diesen Posten! Und Überraschungen gab es bei dem Ministerium ja auch schon öfter.