Unabhängige Patientenberatung doch nicht so schlecht

Patientenmanagement , Praxismanagement Autor: Cornelia Kolbeck

Fragen der Patienten im komplexen Gesundheitssystem dürfen nie aus dem Blick verloren werden. © iStock.com/artisteer

Mangelnde Unabhängigkeit wird der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) von Kritikern vorgeworfen. Lob gibt‘s von Politikern.

Hintergrund der Kritik ist, dass die UPD von einem Callcenter-Betreiber getragen wird, der auch für Krankenkassen arbeitet. Die neue Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Professor Dr. Claudia Schmidtke, MdB, will sich nun ein eigenes Bild von der gemeinnützigen Einrichtung machen.

Steigerung bei Qualität und Abdeckung zu erkennen

Die Ärztin und CDU-Abgeordnete besuchte dazu auch die Beratungszentrale in Berlin. „Bei aller Aufregung der vergangenen Monate ist mir insbesondere wichtig, den engagierten Beraterinnen und Beratern für ihren Einsatz zu danken“, betonte sie im Anschluss. Fragen, Sorgen und Nöte der Patientinnen und Patienten im komplexen und manchmal auch schwer verständlichen Gesundheitssystem dürften nie aus dem Blick verloren werden.

Erwin Rüddel, Vorsitzender des Gesundheitsausschusses und Berichterstatter der CDU-Fraktion für Patientenrechte, äußerte nach dem Fachgespräch, die UPD steigere sich sowohl bei der Qualität als auch bei der Abdeckung der flächendeckenden Beratung. Das Angebot soll seiner Ansicht nach zukünftig jedoch leichter zugänglich sein und niederschwelliger zu Bürgern und Patienten gebracht werden. Rüddel regt deshalb ein zusätzliches Nationales Beratungsportal an, das zu gesetzlichen Kassenleistungen informiert.

Medical-Tribune-Bericht