Neue GOP für Behandlung mit Fingolimod

Abrechnung und ärztliche Vergütung , Kassenabrechnung Autor: Isabel Aulehla

Die strenge Überwachung in den ersten Stunden nach Fingolimod-Einnahme wird nun vergütet. © shishkin137 – stock.adobe.com

Die aufwendige Begleitung von Patienten, die mit Fingolimod behandelt werden, wird seit dem 01. Juli vergütet.

Patienten, die unter multipler Sklerose leiden und das Medikament Fingolimod einnehmen, müssen eng betreut werden. Vor der ersten Einnahme sowie sechs Stunden danach überwacht der behandelnde Arzt sie per EKG, zusätzlich muss er Puls und Blutdruck stündlich kontrollieren, um Symptome einer Bradykardie frühzeitig zu erkennen.

Seit dem 1. Juli wird diese aufwändige Begleitung vergütet – mittels der neuen GOP 01516, die der Bewertungsausschuss hierfür in den EBM aufgenommen hat. Die Vergütung erfolgt zunächst extrabudgetär und beträgt 151,95 Euro. Die GOP kann sowohl bei der Erstgabe als auch bei der Erhöhung der Tagesdosis von 0,25 auf 0,5 Milligramm berechnet werden.

Auch, wenn die Therapie unterbrochen wird, kann die neue Leistung abgerechnet werden: In den ersten zwei Behandlungswochen bei einer Pause von einem oder mehreren Tagen, in der dritten und vierten Woche bei einer Pause von mehr als sieben Tagen oder nach dem ersten Behandlungsmonat bei einer Pause von mehr als zwei Wochen.

Quelle: KBV