Schlafapnoe Polygraphie auch bei Internisten ohne Schwerpunkt möglich

Abrechnung und ärztliche Vergütung , Kassenabrechnung Autor: Isabel Aulehla

Die Untersuchung erfolgt durch ein mobiles Messgerät, das Patienten mit nach Hause bekommen. (Agenturfoto) Die Untersuchung erfolgt durch ein mobiles Messgerät, das Patienten mit nach Hause bekommen. (Agenturfoto) © Paolese – stock.adobe.com
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Auch Internisten ohne Schwerpunkt dürfen jetzt Polygraphien abrechnen. Allerdings gibt es eine Voraussetzung.

Seit dem 1. April können Internisten ohne Schwerpunkt die Erlaubnis zum Durchführen einer Polygraphie erhalten. Die Untersuchung erfolgt bei Verdacht auf Schlafapnoe mittels eines mobilen Messgeräts, das Patienten mit nach Hause bekommen. Um die Leistung abrechnen zu dürfen, müssen Internisten ohne Schwerpunkt einen 30-stündigen Kurs absolvieren. Ziel ist, das Fachwissen zu schlafbezogenen Atmungsstörungen sowie zur Handhabung der Untersuchungsmethode zu erneuern. 

Die KBV hat die entsprechende Qualitätssicherungsvereinbarung aktualisiert – die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) hatte drauf gedrängt. Ursprünglich sah die Vereinbarung vor, dass neben Allgemeinmedizinern und Internisten mit Schwerpunkt Kardiologie und Pneumologie auch „Fachärzte für Innere und Allgemeinmedizin“ die Polygraphie durchführen dürfen. Diese Facharztbezeichnung musste aus europarechtlichen Gründen bereits 2007 gestrichen werden. „Bei der damaligen Überarbeitung der Qualitätssicherungsvereinbarung wurde der Facharzt für Innere Medizin ohne Schwerpunkt allerdings nicht aufgenommen“, erklärt DGIM-Geschäftsführer und Rechtsanwalt Maximilian Broglie. Die Fachgesellschaft freut sich nun über die Anpassung des rechtlichen Rahmens.

Quelle: Pressemitteilung der DGIM

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