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Schlafapnoe Schiene rein, Mund zu!

Autor: Dr. Dorothea Ranft

Durch die Monotherapie nur mit einer Protrusionsschiene ließ sich der AHI auf 10,5 Ereignisse pro Stunde senken. Durch die Monotherapie nur mit einer Protrusionsschiene ließ sich der AHI auf 10,5 Ereignisse pro Stunde senken. © iStock/Geber86
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Doppelt hält bei der obstruktiven Schlafapnoe offensichtlich besser: Wer nicht nur eine Schiene trägt, sondern sich den Mund auch noch zuklebt, bringt es auf deutlich weniger nächtliche Ereignisse.

Bei der obstruktiven Schlafapnoe (OSA) verbessert das Zukleben des Mundes den Erfolg der Schienentherapie. Zu diesem Ergebnis kommt eine Cross-over-Studie mit 21 OSA-Patienten, die initial einen mittleren Apnoe-Hypopnoe-Index (AHI) von 24 aufwiesen.

Durch die Monotherapie nur mit einer Protrusionsschiene ließ sich der AHI auf 10,5 Ereignisse pro Stunde senken. Die Kombination aus Kleben und Vorziehen des Unterkiefers erzielte eine signifikant stärkere Reduktion auf durchschnittlich 5,6 Episoden. Mit der Zweifachkombi erreichten 76 % der Patienten eine AHI < 10, mit Schiene allein gelang dies nur 43 %. Ähnlich gut war der Effekt auch für die Subgruppe mit moderater bis schwerer Schlafapnoe (AHI ≥ 15). Offenbar sabotiert sich eine Unterkieferprotrusionsschiene selbst, indem sie die Mundatmung verstärkt und somit den Kollaps der oberen Atemwege begünstigt.

Quelle: Labarca G et al. Ann Am Thorac Soc 2022; DOI: 10.1513/AnnalsATS.202109-1050OC

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